Heute bin ich Samba

Charlotte Lucy Gainsbourg (2010)

(* 21. Juli 1971) in London, England,
eigentlich Charlotte Lucy Ginsburg)
ist eine französische Schauspielerin
und Sängerin. Charlotte Gainsbourg ist die
Tochter von Serge Gainsbourg (1928–1991)
und der britischen Schauspielerin
Jane Birkin (* 1946).
Omar Sy 2012

Omar Sy (* 20. Januar 1978
in Trappes bei Paris) ist ein
französischer Schauspieler
und Komiker.
2011: Ziemlich beste Freunde (Intouchables)
2012: Die Vollpfosten –
Never change a losing team (Les Seigneurs)

2012: Ein Mordsteam
(De l’autre côté du périph)

2013: FBI - Female Body Inspectors
(Mais qui a re-tué Pamela Rose?)

2014: X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
(X-Men: Days of Future Past)

2014: Good People
2014: Heute bin ich Samba (Samba)
2015: Jurassic World
Heute bin ich Samba (Originaltitel: Samba) ist eine französische Filmkomödie des Regie-Duos Éric Toledano und Olivier Nakache aus dem Jahr 2014. Der Kinostart in Deutschland war am 26. Februar 2015.

Der Film beginnt mit einer glitzernden Tanzshow auf einer Hochzeitsfeier. Auch die Gäste tanzen und das Hochzeitspaar schneidet die Torte an, die anschließend von vier Kellnern zurück in die Küche getragen wird. Dort herrscht geschäftiges Treiben, in der hintersten Ecke spülen drei Schwarze das Geschirr. Einer von ihnen ist Samba, der seit zehn Jahren als Einwanderer ohne Papiere in Paris lebt. Er verfolgt seinen großen Traum, eines Tages als Restaurantkoch zu arbeiten. Er wird jedoch verhaftet und landet in Abschiebehaft. In dieser scheinbar aussichtslosen Situation tritt Alice, eine dünnhäutige Karrierefrau, die sich nach einem Burnout nun ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert, in sein Leben.

Ihre Kollegin Manu rät ihr, die Distanz zu wahren. In der Abschiebehaft lernt Samba Jonas kennen, der nach Frankreich gekommen ist, um Gracieuse zu heiraten, die ihn versteckte, als er während einer Razzia vor der Polizei floh. Jonas bittet Samba, nach Gracieuse zu suchen. Er findet sie auch später, sie landen miteinander im Bett und Samba hat das Gefühl, einen großen Fehler begangen zu haben. Für die Gerichtsverhandlung holt Alice Papiere und Kleidung bei Sambas Onkel ab. Bei der Verhandlung stellt die Richterin fest, dass Samba zwar arbeitet, aber nur einen Verwandten – seinen Onkel – in Frankreich hat. Sie lehnt den Antrag auf Einbürgerung ab, dennoch ist Samba frei, muss jedoch französisches Staatsgebiet verlassen. Er taucht wieder bei seinem Onkel auf und erhält den wohlmeinenden Rat, sich seriöser mit Aktenkoffer und Jackett zu kleiden, große Bahnhöfe zu meiden und niemals schwarz zu fahren. Samba verdingt sich als Tagelöhner und freundet sich bei einem seiner Jobs mit Wilson an, der behauptet, Brasilianer zu sein, aber eigentlich Araber ist.

Bei der Arbeit als Fensterputzer an einem Hochhaus, die ihm, der an Höhenangst leidet, viel abverlangt, führt Wilson in luftiger Höhe einen Strip-ähnlichen Tanz auf, der Samba zur Verzweiflung bringt. Bei einer anderen Arbeit auf einem Baugerüst sehen sie, wie unten Autos der Polizei vorfahren, und fliehen über die Dächer. Auf einer Party, die die Flüchtlingshilfe in ihren Räumen veranstaltet, tanzt Wilson sehr ausgelassen mit Alice, da Samba sagt, er könne nicht tanzen. Hier lernt Wilson Manu kennen und bald darauf erobert er sie auch. Auch Alice und Samba kommen sich näher, als Alice wieder in ihre Firma mit der Arbeit beginnen möchte und sich nicht hineintraut. Samba kann sie beruhigen, gibt ihr als Talisman sein Glücks-T-Shirt mit, und sie verabschieden sich "nicht-klassisch" mit einem Kuss. Im Besprechungsraum sieht man, dass Alice dieses T-Shirt trägt.

Die sich anbahnende Liebesbeziehung gefällt Sambas Onkel gar nicht, gibt Samba selbst aber wieder neuen Lebensmut. Für den Abend haben Alice und Samba sich in einem Bistro verabredet. Als Samba vor die Wohnung seines Onkels tritt, hat Jonas dort auf ihn gewartet. Er ist als politischer Flüchtling anerkannt worden und hat einen Pass erhalten, mit dem er zehn Jahre lang in Frankreich unbehelligt leben darf. Obwohl Alice auf Samba wartet, überredet Jonas ihn, etwas zu trinken und dann noch ein paar Schritte zu gehen. Weil Samba friert, tauschen sie ihre Jacken. Auf einer Brücke wirft Jonas Samba vor, mit Gracieuse geschlafen zu haben und beginnt eine Schlägerei. Polizisten werden auf sie aufmerksam und die beiden müssen flüchten. An einer Schleuse kann Samba die Polizisten hinter sich lassen, indem er über die sich öffnenden Schleusentore springt. Jonas springt hinterher, hält sich an Samba fest und beide versinken im dunklen Wasser.

Als Alice am nächsten Morgen zu Sambas Onkel kommt, um zu fragen, was mit Samba geschehen sei, berichtet der Onkel, dass die Polizei ihn benachrichtigt habe und dass Sambas Leiche im Fluss gefunden wurde. Doch kurz darauf erscheint Samba selbst, denn der Tote war Jonas, der Sambas Papiere bei sich hatte. Sein Onkel und er sehen keine Zukunft für sich in Frankreich und wollen mit einem Bus nach Afrika zurückfahren. Alice fährt sie traurig mit ihrem Auto zur Busstation.

Sie verabschieden sich und, als Alice wieder im Auto sitzt, findet sie die Brieftasche mit Jonas' Ausweis. Sie läuft zum abfahrtbereiten Bus zurück und versucht, Samba zu überreden, mit Jonas' Pass in Frankreich zu bleiben. Das habe keinen Zweck, meint Samba, er wisse ja kaum noch, wie er wirklich heiße. Da müsse er doch nur an einen Tanz denken, entgegnet Alice ihm. Und so bleibt er und findet eine Stelle als Koch – bei der Gendarmerie.

 Heute bin ich Samba ist die zweite Zusammenarbeit der Regisseure Éric Toledano und Olivier Nakache und des Schauspielers Omar Sy nach Ziemlich beste Freunde. In Frankreich erreichte der Film über 2,5 Millionen Kinobesucher (Stand: November 2014).

Omar Sy: Samba
Charlotte Gainsbourg: Alice
Tahar Rahim: Wilson
Izïa Higelin: Manu
Youngar Fall: Lamouna
Issaka Sawadogo: Jonas
Hélène Vincent: Marcelle
Christine Millet: Madeleine
Clotilde Mollet: Josiane
Liya Kebede: Gracieuse


 „Charlotte Gainsbourg (2010) 2“ von Charlotte_Gainsbourg_2010_c.jpg: Olivier Pacteau from Paris, Francederivative work: César (talk) - Charlotte_Gainsbourg_2010_c.jpg. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Charlotte_Gainsbourg_(2010)_2.jpg#/media/File:Charlotte_Gainsbourg_(2010)_2.jpg

 „Omar Sy 2012“ von Georges Biard. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Omar_Sy_2012.jpg#/media/File:Omar_Sy_2012.jpg