Nichts zu verzollen (Originaltitel: Rien à déclarer)

Benoît Poelvoorde (2012)
Nichts zu verzollen (Originaltitel: Rien à déclarer) ist eine französische Filmkomödie aus dem Jahr 2010. Dany Boon führte die Regie und spielt neben Benoît Poelvoorde eine der Hauptrollen.

Die Handlung spielt Anfang der 1990er Jahre an einem fiktiven belgisch-französischen Grenzübergang. Die Zöllner auf beiden Seiten schauen mit Ignoranz und Herablassung auf das Volk, insbesondere aber die Zollkollegen auf der jeweils anderen Grenzseite. Hieraus sticht der belgische Beamte Ruben Vandevoorde hervor, ein Nationalist, der die „Franzacken“ aus tiefster Seele hasst. Er schreckt nicht vor dem Versetzen von Grenzsteinen sowie überzogenen Zollkontrollmaßnahmen gegen französische Grenzgänger zurück. Beide Seiten sehen mit Bangen der Umsetzung des EG-Binnenmarkts ab 1993 und des Schengener Abkommens entgegen, das den Wegfall der Grenzkontrollen vorsieht. Nicht nur sie werden ihre bisherige Arbeit verlieren, auch in der Kneipe des Grenzörtchens werden die Gäste fehlen.Rubens Schwester Louise hat nun ausgerechnet ein heimliches Verhältnis mit dem hasenfüßigen
Karin Viard, 2014
französischen Grenzbeamten Mathias Ducatel, mit dem ihr Bruder häufig Streit hat. Sie steht vor der Entscheidung zwischen Mathias und ihrer nationalistischen Familie. Schweren Herzens trennt sie sich von Mathias. Als die Schlagbäume wegfallen, werden binationale mobile Fahndungsstreifen für
Kurz danach besucht Ruben in Begleitung von Mathias seinen Beichtvater, der ihm immer seinen Chauvinismus als Hindernis zum Seelenheil vorgehalten hat, um zu zeigen, dass er mit einem Franzosen Freundschaft geschlossen hat. Als der Pfarrer bemerkt, es sei nicht gut, nur deswegen Freundschaft zu schließen, um von Gott ins Paradies eingelassen zu werden, gibt Mathias zu, auch er habe dies nicht uneigennützig getan, und erzählt von seinem Verhältnis mit Rubens Schwester. Bei Ruben brennen daraufhin alle Sicherungen durch und er rennt Mathias schießend
Laurent Gamelon (2012)
spielt den
Schmugglerboss Duval
hinterher. Dieser flüchtet sich in Louises Wohnung, wo Louise ihren Bruder vor die Wahl stellt, sie beide zu erschießen oder ihre Liebe zu akzeptieren. Rubens Wut verraucht und Mathias wird sein Schwager.

das Grenzgebiet gebildet. Von belgischer Seite wird Vandevoorde für den Job bestimmt – zur Strafe. Auf französischer Seite meldet sich daraufhin Ducatel freiwillig: Er will versuchen, mit Ruben Frieden zu schließen, um so die Einwilligung der Familie für eine Heirat mit Louise zu bekommen. Eine Bande deppenhafter Drogenschmuggler gibt ihnen Arbeit auf, zumal deren Chef das Ehepaar, das die Grenzkneipe führt, bestochen hat, um an die polizeilichen Einsatzpläne zu kommen. Unter dem Eindruck von gemeinsamer Freud und Leid bei der Arbeit entwickelt sich zwischen Ruben und Mathias tatsächlich eine Freundschaft. Ruben lädt Mathias sogar dazu ein, den Silvesterabend bei seiner Familie zu verbringen – als belgischer Grenzer verkleidet. Dort versucht der liebestolle Mathias mit aller Kraft, Louises Herz für sich zu gewinnen. Louise gelingt es nur knapp, das Verhältnis zu verbergen.
Dany Boon während
der Dreharbeiten zu
Willkommen bei den Sch’tis
im Juni 2007

Dany Boon, eigentlich
Daniel Hamidou (* 26. Juni 1966
in Armentières, Département
Nord, Frankreich) ist ein französischer
Komiker, Schauspieler und Regisseur.
2008: Willkommen bei den Sch’tis 
2008: Auf der anderen Seite des Bettes 
2009: Affären à la carte
2010: Nichts zu verzollen
2013: Der Nächste, bitte!
2013: Eyjafjallajökull
2014: Super-Hypochonder


Nichts zu verzollen ist der dritte Film unter der Regie von Dany Boon. Er kennt die belgisch-französische Grenze bereits aus seiner Studentenzeit. Die Idee zum Drehbuch entstand beim Passieren leerstehender Gebäude und ungenutzter Grenzposten während der Promotionarbeit zu seinem Film Willkommen bei den Sch’tis, der 2008 zum bisher erfolgreichsten französischen Film avancierte. Medienarchive und Gespräche mit Zollbeamten lieferten Stoff für den Film.

Benoît Poelvoorde: Ruben Vandevoorde
Dany Boon: Mathias Ducatel
Julie Bernard: Louise Vandevoorde
Karin Viard: Irène Janus
François Damiens: Jacques Janus
Bouli Lanners: Bruno Vanuxem
Olivier Gourmet: Pfarrer von Chimay
Philippe Magnan: Mercier
Nadège Beausson-Diagne: Nadia Bakari
Zinedine Soualem: Lucas Pozzi
Guy Lecluyse: Gregory Brioul
Christel Pedrinelli: Olivia Vandevoorde
Joachim Ledeganck: Leopold Vandevoorde
Jean-Paul Dermont: Vater Vandevoorde
Laurent Gamelon: Schmugglerboss Duval





„Benoit Poelvoorde Cannes 2012“ von Georges Biard. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Benoit_Poelvoorde_Cannes_2012.jpg#/media/File:Benoit_Poelvoorde_Cannes_2012.jpg

„Dany Boon Postier“ von Alain FLANDRIN - Personnal Work. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dany_Boon_Postier.JPG#/media/File:Dany_Boon_Postier.JPG

„Karin Viard 2014“ von Georges Biard. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karin_Viard_2014.jpg#/media/File:Karin_Viard_2014.jpg

„Laurent Gamelon - Monte-Carlo Television Festival“ von Frantogian - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Laurent_Gamelon_-_Monte-Carlo_Television_Festival.JPG#/media/File:Laurent_Gamelon_-_Monte-Carlo_Television_Festival.JPG

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