Ruby & Quentin – Der Killer und die Klette (Originaltitel: Tais-toi ! – übersetzt: Halt’s Maul!) ist eine französische Komödie von Francis Veber aus dem Jahr 2003
Quentin, ein liebenswerter Dummkopf, ist von einem Redezwang
beherrscht und treibt dadurch alle Insassen seiner Gefängniszelle zum
Wahnsinn. Dort landete er nach einem tollpatschigen Banküberfall.
Kommissar Vernet kommt auf die Idee, den Profigangster Ruby mit Quentin
zusammenzusperren.
| Deutscher Titel | Ruby & Quentin – Der Killer und die Klette |
| Originaltitel | Tais-toi ! |
| Produktionsland | Frankreich |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 2003 |
| Länge | 85 Minuten |
| Altersfreigabe | 12 |
| Regie | Francis Veber |
| Drehbuch | Francis Veber |
| Produktion | Saïd Ben Saïd |
| Musik | Marco Prince |
| Kamera | Luciano Tovoli |
| Schnitt | Georges Klotz |
| Besetzung |
- Gérard Depardieu: Quentin
- Jean Reno: Ruby
- André Dussollier: Psychiater
- Jean-Pierre Malo: Vogel
- Richard Berry: Kommissar Vernet
- Jean-Michel Noirey: Lambert
- Leonor Varela: Katia/Sandra
- Laurent Gamelon: Mauricet
- Aurélien Recoing: Rocco
|
Ruby wurde nach einem schweren Raubüberfall auf einen
Geldtransporter verhaftet. Dieses Verbrechen beging er aus Rache für
den Mord an seiner Freundin, begangen von ihrem Ehemann, dem kriminellen
Geschäftsmann Vogel. Ruby verweigert durch konsequentes Schweigen
jegliche Aussage. Mit Hilfe des redseligen, treuherzigen Quentin aus Montargis,
der bei jeder Gelegenheit seine Heimatstadt erwähnt, soll er
weichgeklopft und aus der Reserve gelockt werden, um die Polizei auf die
Spur des Mörders und des Geldes zu führen. Quentin wertet das
permanente Schweigen Rubys als Bekundung freundschaftlichen, geduldigen
Zuhörens und entwickelt so große Zuneigung zu seinem neuen „Freund“.
Natürlich scheitern sowohl die Psychologen als auch die Polizei.
Ruby verrät nichts; dafür kann er einen Pfleger durch Bestechung dazu
bringen, ihm bei seinem Ausbruch zu helfen − nicht ahnend, dass Quentin
ebenfalls vorhat zu fliehen, aber mit ihm! Durch einen simplen Plan mit
einem Kran gelingt den beiden die Flucht. Ruby ist besessen davon, den
Mörder seiner Geliebten umzubringen, und auch die Polizei ist hinter
Vogel her. Quentin wiederum ist von der Idee beseelt, mit seinem neuen
(und einzigen) Freund in einem Vorort von Paris ein Bistro mit dem Namen „Bei den zwei Freunden“ aufzumachen.
Quentin und Ruby verstecken sich nach langer Jagd in einem
heruntergekommenen, verlassenen Bistro, das auch einer albanischen
Obdachlosen (sie sieht der Geliebten Rubys zum Verwechseln ähnlich und
rührt daher sogleich dessen Herz) als Unterschlupf dient. Ruby entnimmt
am nächsten Morgen dem Versteck seiner Beute auf einem Friedhof ein
Bündel 500-Euroscheine, übergibt es der Wohnungslosen und quartiert sie
in einer Unterkunft ein, wo „keine Fragen gestellt werden“.
Nun überwältigen Ruby und Quentin zwei von Vogels Handlangern,
die Quentin schon einmal schwer verprügelt hat. Ruby zwingt die beiden
Schurken, ihn als „Gefangenen“ zu Vogel zu bringen. Dort erschießt er
Vogels Bodyguards, wird aber von dem Mafioso am Knie angeschossen und
anschließend von ihm mit dem Tode bedroht. Der verletzte Quentin taucht
rechtzeitig auf und erschießt Vogel, wird dabei aber an der Schulter
getroffen und sinkt offenbar sterbend zu Boden. Aus Mitgefühl und der
Ahnung, dass Quentin sterben wird, verspricht Ruby ihm nun, mit ihm sein
gewünschtes Bistro aufzumachen. Die Polizei erscheint und findet die
beiden Ganoven am Boden sitzend vor. Dabei stellt sich heraus, dass
Quentin vielleicht nur übertrieben hat und er eigentlich wohlauf ist.
Francis Veber (* 28. Juli 1937 in Neuilly-sur-Seine) ist ein französischer Bühnenautor, Journalist, Drehbuchautor, Filmregisseur und Produzent armenischer Herkunft
Weitere Filme von Francis Veber:
x
Veber, 2012
Von Georges Biard, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18052203
Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Text- undDatenquelle: Wikipedia