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Der große Blonde auf Freiersfüßen

Der große Blonde auf Freiersfüßen ist eine französische Beziehungskomödie von Édouard Molinaro aus dem Jahr 1988.

Yann Ducoudray ist ein erfolgreicher Maler mit Atelierwohnung in Paris. Er liebt seit längerer Zeit Florence, die jedoch verheiratet ist. Auf seiner Vernissage kann er durch Vermittlung seines Freundes Jean-Yves endlich mit Florence reden. Sie weiß, dass Yann in sie verliebt ist und verabredet sich mit ihm für den nächsten Tag in seinem Atelier. Schon auf der Vernissage fällt Yanns Nachbar Boris negativ auf, beginnt er doch mit seiner Freundin Éva aus Eifersucht einen handfesten Streit. Obwohl Éva ankündigt, ihn zu verlassen, versöhnen sich beide, auch wenn Boris zuhause erneut eifersüchtig reagiert, als sich Éva über den Balkon von Yann Feuer geben lässt. 

Deutscher TitelDer große Blonde auf Freiersfüßen
OriginaltitelÀ gauche en sortant de l’ascenseur
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1988
Länge79 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
RegieÉdouard Molinaro
DrehbuchGérard Lauzier
ProduktionClaude Berri
MusikMurray Head
KameraRobert Fraisse
SchnittNicole Gauduchon
Besetzung
  • Pierre Richard: Yann Ducoudray
  • Richard Bohringer: Boris
  • Emmanuelle Béart: Éva
  • Fanny Cottençon: Florence Arnaud
  • Pierre Vernier: André Arnaud
  • Jean-Michel Dupuis: Jean-Yves
  • Michel Creton: Polizist
  • Eric Blanc: Polizist
  • Martine Maximin: Marilda
  • Albert Simono: Autofahrer
  • Aïna Walle: Natacha
  • Mireille Audibert: Frau in der Galerie

Boris geht am nächsten Tag auf Arbeit, vergisst jedoch seine Aktentasche in der Wohnung. Éva will sie ihm, nur in Unterwäsche bekleidet, nachbringen. Die Wohnungstür fällt zu und Éva klingelt bei Yann, um über seinen Balkon in ihre Wohnung zu gelangen. Er selbst unternimmt die waghalsige Kletteraktion und es kommt zu Verwicklungen: Während Yann über die Balkone steigt, ruft Florence bei ihm an und Éva geht ans Telefon. Yann wiederum fällt mit einem Krampf ins Ehebett von Éva und Boris, als Boris gerade zurück in die Wohnung kommt, um seinen Aktenkoffer zu holen. Er glaubt nun, dass Éva und Yann eine Affäre haben, packt Évas Sachen und wirft sie aus der Wohnung.
Éva begibt sich in Yanns Wohnung, weil am Ende er Schuld an allem war. Florence, die von Yann von einem Missverständnis überzeugt wurde, interpretiert die Szene ein weiteres Mal falsch. Sie geht, sieht jedoch im Treppenhaus ihren Mann und flüchtet sich erneut in Yanns Wohnung. Hier präsentiert sie Yann und Éva als Paar, auch wenn sich Éva und Boris kurz darauf schon wieder versöhnen. Yann glaubt, das Chaos überwunden zu haben. Als er sich gerade mit einer Feuerzeugpistole eine Zigarette anzünden will, klingelt erneut Éva bei ihm, um ihre Koffer aus seinem Schlafzimmer zu holen. Er erlaubt sich einen Spaß mit ihr und bittet sie, ihn zu erschießen. Nach einigem Hin und Her entpuppt sich das vermeintliche Feuerzeug als echte Pistole, die Yann abfeuert. Boris wird angeschossen und Florence, die zu Yann zurückgekehrt ist, ruft die Polizei. Schließlich erscheint auch Jean-Yves und es stellt sich heraus, dass er aus Versehen seine echte Pistole gegen das Feuerzeug ausgetauscht hatte.
Boris hat während all der Geschehnisse immer wieder seine Eifersucht gezeigt und Éva hat genug. Sie will ihn endgültig verlassen, doch sperrt Boris sie und Yann in Yanns Wohnung ein. Er droht, dass ein Unglück geschehen wird, wenn er nicht die Wahrheit über die beiden erfährt. Weil Boris die Wahrheit – zwischen beiden ist nichts passiert – nicht akzeptiert, erfindet Yann ein langwährendes Verhältnis zwischen Éva und ihm. Es kommt zu einer wilden Verfolgungsjagd, nach der auch Éva aus Wut behauptet, mit Yann ein Verhältnis zu haben. Boris bricht schließlich zusammen und droht mit Selbstmord, sollte Éva ihn verlassen. Dies alarmiert wiederum Florence und Jean-Yves, die im Café vor Yanns Haus etwas trinken waren, und auch Marilda, Yanns Putzfrau. Sie entpuppt sich als Geliebte von Boris und Éva ist entsetzt. Boris ist der Meinung, dass Männer Affären haben dürfen. Er beteuert, Éva zu lieben, doch greift diese verzweifelt nach Yanns Pistole. Sie schießt auf Boris, doch erweist sich die Pistole als das Feuerzeug. Éva wird ohnmächtig und Boris trägt sie in ihre Wohnung. Beide versöhnen sich. Florence wiederum trennt sich von ihrem Mann und kehrt zu Yann zurück. Beide küssen sich im Hausflur, bis Yanns Wohnungstür zufällt und beide zu lachen beginnen.

 

RolleDarstellerSynchronsprecher
Yann DucoudrayPierre RichardHarry Wüstenhagen
BorisRichard BohringerManfred Lehmann
Florence ArnaudFanny CottençonAnita Lochner
André ArnaudPierre VernierChristian Rode
Jean-YvesJean-Michel DupuisWilfried Herbst
PolizistMichel CretonJürgen Kluckert
  • Der große Blonde auf Freiersfüßen beruht auf dem Theaterstück L’amuse-gueule von Gérard Lauzier, der auch das Drehbuch zum Film verfasste. 
  • Die Kostüme schuf Catherine Gorne-Achdjian, die Filmbauten stammen von Jacques Bufnoir. 
  • Regisseur Édouard Molinaro hat einen Cameo-Auftritt als Fahrstuhl-Fahrer.
  • Der Film lief am 31. August 1988 in den französischen Kinos an und wurde ab 25. Mai 1989 auch in den bundesdeutschen Kinos gezeigt. Am 13. Juli 1990 kam er in die Kinos der DDR. Bereits im August 1989 war der Film auf Video erschienen und wurden im September 2004 auf DVD veröffentlicht.
  • Der Titel spielt auf die Erfolgsfilme Der große Blonde kehrt zurück und Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh mit Pierre Richard an. Ein inhaltlicher Zusammenhang besteht nicht, so dass dieser deutsche Titel wahrscheinlich aus Marketinggründen gewählt wurde.

Weitere Filme von Édouard Molinaro (* 13. Mai 1928 in Bordeaux; † 7. Dezember 2013  in Paris) war ein französischer Regisseur und Drehbuchautor.

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Edouard Molinaro au festival de Deauville 2009
Von Georges Biard, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9865876


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Du kannst mich mal

Du kannst mich mal ( Pour cent briques, t'as plus rien... / englischer Titel: For 200 Grand, You Get Nothing Now) ist eine französische Filmkomödie unter der Regie von Édouard Molinaro. Du kannst mich mal wurde 1982 veröffentlicht. 

Paul und Sam teilen sich die gleiche Wohnung. Paul ist arbeitslos und Sam arbeitet als Schlosser, wird aber entlassen.

Die beiden Jungen leben mittellos und Sam schafft es, dass sie bei Caroline, einer Reisebüroangestellten, unterkommen. Als sie wütend ist und sie rausschmeißen will, bezahlt Sam das mit zermürbendem Sex ... und sie bleiben.

RegieEdouard Molinaro
ProduzentDany Cohen, Yvon Guézel
DrehbuchautorJean Cosmos
MitDaniel Auteuil
Gérard Jugnot
Anémone
SchnittMarie-Josée Audiard
Produktion
HerstellerTF-1, Uranfilme
LandFrankreich


Doch Sam will Geld finden und die Fernsehnachrichten bringen ihn auf eine Idee: Sie wollen eine Bank ausrauben.

Um nicht entdeckt zu werden, teilen sie die Rollen auf: Sam ist bereits in der Bank und gibt sich als Kunde aus, während Paul kommt und den Raub mit Spielzeugwaffen durchführt. Zum vereinbarten Zeitpunkt betritt Paul die Bank und nimmt die Angestellten als Geiseln. Die beiden Komplizen täuschen daraufhin Sams Tod unter Pauls Beschuss vor, um die Behörden dazu zu bringen, ihnen ein Lösegeld von 8 Millionen Francs zu zahlen.

Draußen hat die Polizei das Gelände abgesperrt, während drinnen in der Bank alle sehr freundlich sind. Da kommt Sam auf die Idee: Was wäre, wenn sie alle das Lösegeld teilen würden?
 
Paris, 1981, kurz vor Weihnachten. Sam und Paul sind zwei gute Freunde, die zusammen in einer Mietwohnung leben. Sie haben ernsthafte finanzielle Probleme, sie fliehen bereits vor den Briefen und Rechnungen des Postboten. Paul ist ein echter Verlierer, er hatte lange keinen Job mehr. Sam ist ein Liebling der Mädchen, die Türschlösser für eine kleinere Firma reparieren, aber sie werden ohne Grund über Nacht gefeuert. Noch an diesem Tag besucht der Gerichtsvollzieher sie, durchsucht ihre gesamte Wohnung und schaltet dann den Strom aus. Sie versuchen ihr Bestes, um einen Job zu bekommen, aber ihre Situation ist völlig hoffnungslos. Es gibt viele Möglichkeiten für Bankmanager, Anwälte und hübsche Damen, aber sie werden nirgendwo benötigt.


Sam verbringt den Abend mit einer alten Freundin, wo er auch Paul mitnimmt, der im anderen Raum schläft und einen Stromausfall anführt. Auf dem Heimvideo des Mädchens, das damals noch eine Neuheit war, geht ein Banküberfallfilm, in dem die Räuber Geiseln nehmen. Sam mag das Ding so sehr, dass er sich nicht einmal auf seine Freundin konzentriert und den Film die ganze Nacht sieht.


Er weckt Paul und beginnt nachts, die im Film gezeigten Requisiten wie eine Kapuze, eine Handgranate oder ein Maschinengewehr zusammenzustellen. Paul zieht zuerst an, geht aber schließlich in einen Banküberfall. Am nächsten Tag stehlen zwei Straßenkehrer einem der Kunden (dem Innenminister) in einem Geschäft zwei Kapuzenmützen und dann zwei Spielzeugmaschinengewehre. Sie gehen durch mehrere Banken, bis sie ein kleines Konto finden, das in jeder Hinsicht passt. Sie entscheiden, dass der Weihnachtstag die beste Zeit ist, um auszurauben. Zu Hause üben sie den Angriff im Treppenhaus, während sie als echte Einbrecher gelten. Nachdem die Haushälterin, die früher Polizistin war, erklärt hat, dass sie sich auf eine Weihnachtsvorstellung vorbereiten, gibt sie ihnen sogar Ratschläge. Schließlich bleiben sie dabei, weil in einer kleinen Bankfiliale wenig Geld vorhanden ist. Deshalb ziehen sie es vor, Geiseln zu nehmen und mehr Geld für ihr Leben zu verlangen. Weitere Verfeinerung,Paul wird zum Räuber und Sam verkleidet sich als Kunde und lenkt das Verhalten der anderen Geiseln.
Am Weihnachtstag, kurz vor Schließung, richtet Paul die Bank ein und nimmt Mitarbeiter und Kunden als Geiseln. Sie sind die Leiterin der Zweigstelle, die Dame des Schatzmeisters, ein junger Bankangestellter, ein Leibwächter des Ministeriums und Nicole, ein hübsches Mädchen. Der sechste ist Sam, also gibt es insgesamt sechs Geiseln. Nicole geht wegen ihrer Arbeit oft zur Bank, sie war mehrere Male als Geisel, das letzte Mal vor wenigen Tagen weiß sie, was in solchen Fällen zu tun ist. Paul klappt die Fensterläden herunter, damit er von außen nicht sehen kann, und wartet dann einfach. Schließlich fragt Nicole, warum sie die Polizei nicht mit ihrer Forderung anrufen wird. In wenigen Minuten zur Schließung wird niemand sie von der Straße aus bemerken, sie können das ganze Weihnachten hier sitzen. Schließlich ruft er Jean-Louis, den Beamten des Ministeriums, an, um die Angelegenheit schneller in Gang zu bringen. Paul verlangt 5 Millionen Franken und ein Auto mit Polizeiradio.
Innerhalb weniger Minuten würde sich die Polizei mit großer Gewalt zurückziehen. Die Aktion wird von dem harten Bouvard-Supervisor geleitet, der jedoch bei den jüngsten Raubüberfällen einige Fehler gemacht hat. Im Falle einer erneuten Umgehung kann er von seinem Posten entlassen werden, so dass er sehr entschlossen handelt. Sie haben vier Minuten Zeit, sich zu ergeben, sonst greifen sie an. Nicole macht Paul auf sich aufmerksam, jetzt hat sie keine andere Wahl, als eine Geisel zu erschießen, um ernst genommen zu werden. Sam übernimmt freiwillig die Rolle des Opfers (ansonsten stellt sich heraus, dass sie nur Spielzeuggewehre haben) und verhandelt dann während einer erbärmlichen Abschiedsszene sogar mit einem Abschiedskuss mit Nicolel für das, was Paul sich frech nennt. Die Geiseln wenden sich dann ab, Paul schießt eine Serie auf Sambe. Das Blut wird durch etwas rote Tinte ersetzt. Der Bankdirektor wird von Paul ausgesandt, um zu verhandeln, aber Bouvard will in die Tür schießen und glaubt, er sei der Räuber. Der schulterbefeuerte Regisseur rennt zurück,gezwungen zu erkennen, dass die Polizei genauso gefährlich ist wie der Räuber.
Nachdem Sam „erschossen“ wurde, erklärt sich die Behörde bereit, das Geld zu zahlen. Dann springt der tote Sam sofort auf und dreht sich, um mit Paul zu tanzen. Die Geiseln sind erstaunt, aber danach sehr erleichtert. Paul bestellt ein festliches Abendessen und Champagner bei der Polizei, und dann sind Geiselnehmer und Geiseln überraschend fröhlich für ihn zum Weihnachtsessen. Während des Gesprächs enthüllen sie, dass das Geld in ein wärmeres Klima fließen würde, und die Geiseln enthüllen auch, wie gut etwas Geld auch für sie sein würde. Sam schlägt dann unerwartet vor, das Geld zu verteilen, in das nach einiger Entschuldigung alle Geiseln, aber auch der Bankdirektor und der Leibwächter des Ministeriums, investieren. Das Geld kommt bald, man muss sich nur entscheiden, wie man es herausschmuggelt. Auf Nicoles Vorschlag wird das Geld von den Geiseln verstaut, sie werden nicht kontrolliert, aber der Bankdirektor hat eine noch bessere Idee,Sie werden einfach in den Banksafe gelegt und dann langsam weggenommen.
Das Geld, das Bouvard zur Bank bringt. Er versucht mit einer in seinen Schuhen versteckten Pistole anzugreifen, also schlagen sie ihn mit einem Telefonbuch in den Kopf. Er wurde mit sofortiger Wirkung von der Polizei wegen der fehlgeschlagenen Aktion entlassen. Er sagt, die Polizeiblockade könne nicht gebrochen werden. Wenn er sieht, dass er eigentlich kein Opfer war und alle Teilnehmer bereits in dem Fall sind, bietet er an, hilft beim Teilen, weiß genau, wo die Patrouillen sind und wie man sie umgeht. Der Plan wird ausgeführt, Sam, Paul und Bouvard, die mit ihnen als "Geiseln" genommen wurden, fliehen im Auto, ein Teil des Geldes wird von den Geiseln herausgenommen (sie werden nicht überprüft), der andere Teil bleibt auf der Bank vorerst sicher. Bei einer anschließenden Befragung wird eine einheitlich falsche Beschreibung der Täter gegeben. Die Räuber werden nie gefasst. Ein paar Monate werden vergehen.
Kleine Insel, Touristenparadies irgendwo in der Karibik. Das Resorthotel wird von sieben Franzosen geführt. Sam und Nicole kümmern sich um Gäste, Paul, den Küchenchef, den Bankdirektor für Finanzen, einen für die Geisel des Schwimmlehrers, Bouvard, den Sicherheitsbeamten, den Schatzmeister und den jungen Angestellten, der das Restaurant leitet. Die Räuber und ihre Geiseln sowie der entlassene Bouvard investierten ihr Geld in den Raub oder vielmehr in den Betrug. Sie alle zogen hierher und arbeiteten hier in ihrem Joint Venture. Eine französische Ferienfamilie kommt an der Bootsstation an, einer von ihnen Jean-Louis vom Ministerium. Er erkennt sie sofort, er würde schon Paris anrufen. Bouvard, der Sicherheitschef des Hotels, beobachtet jedoch die kleinen Boote im Hafen mit einem Fernglas und alarmiert bereits die anderen. Der Anruf wird an Ihr Zimmer weitergeleitet, aber als Sie dort ankommen, befindet sich neben dem Telefon eine kleine Box mit einem größeren Betrag.Jean-Louis zögert ein bisschen, legt aber schließlich den Hörer auf. Nach Sam, Paul, dem Bankdirektor, den Bankmitarbeitern, den Kunden und dem Vorgesetzten von Bouvard bevorzugt auch der Minister das Geld.

  •     Daniel Auteuil : Sam
  •     Gérard Jugnot : Paul
  •     Jean-Pierre Castaldi : Henri
  •     Isabelle Mergault : Ginette
  •     Georges Géret : Bouvard-Kommissar
  •     François Perrot : Der Regisseur
  •     Darry Cowl: Die Polizisten
  •     Patrice Laffont : Er selbst
  •     Guillaume Durand : Er selbst
  •     Édouard Molinaro : Zeitungsverkäufer
  •     Élisa Servier

Weitere Filme von Édouard Molinaro (* 13. Mai 1928 in Bordeaux; † 7. Dezember 2013  in Paris) war ein französischer Regisseur und Drehbuchautor.

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Edouard Molinaro au festival de Deauville 2009
Von Georges Biard, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9865876


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Noch ein Käfig voller Narren

Noch ein Käfig voller Narren (Originaltitel: La Cage aux Folles II) ist eine italienisch-französische Komödie aus dem Jahr 1980 und ist die Fortsetzung des erfolgreichen Films Ein Käfig voller Narren.

Albin alias Zaza ist immer noch der Star im Nachtclub seines Lebensgefährten Renato. Dieser möchte nicht, dass Zaza sich zu viel zumutet und bittet ihn, etwas kürzerzutreten und eine Rolle, in der er Marlene Dietrich verkörpern soll, nicht zu übernehmen. Zaza ist beleidigt und fühlt sich abgewertet. Um sich selbst und Renato zu zeigen, dass er immer noch attraktiv ist, besucht er ein Straßencafé und gerät zufällig an einen Agenten auf der Flucht, der ihn anschließend entführt. Der gegnerische Agentenring ist dem Überläufer dicht auf den Fersen und verfolgt ihn, woraufhin dieser sich mitsamt Zaza in ein Stundenhotel flüchtet. Dort steckt der Agent Zaza einen Mikrofilm ins Kleid, bevor er erschossen wird. Renato möchte nun, dass Albin nicht mehr als Frau auftritt, da die Zeitungen über eine unbekannte rothaarige Frau berichten.

Deutscher TitelNoch ein Käfig voller Narren
OriginaltitelLa Cage aux Folles II
ProduktionslandFrankreich, Italien
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1980
Länge95 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieÉdouard Molinaro
DrehbuchFrancis Veber
ProduktionMarcello Danon
MusikEnnio Morricone
KameraArmando Nannuzzi
Besetzung
  • Ugo Tognazzi: Renato Baldi
  • Michel Serrault: Albin Mougeotte
  • Marcel Bozzuffi: Broca
  • Benny Luke: Jacob
  • Paola Borboni: Madame Baldi
  • Giovanni Vettorazzo: Milan
  • Glauco Onorato: Luigi
  • Michel Galabru: Simon Charrier
  • Tom Felleghy: Andrew Mandeston
  • Stelio Candelli: Falscher Doktor

Beide Agentenringe sind nun auf der Suche nach dem Mikrofilm, den Zaza unbemerkt bei sich trägt und der sich später in seiner Tablettendose wiederfindet. Sie ersuchen Hilfe beim Schwiegervater von Renatos Sohn, Simon Charrier, dem konservativen Abgeordneten, der auch schon aus dem ersten Teil bekannt ist. Dieser möchte nichts mit den beiden zu tun haben. Der Agentenring rund um Broca setzt Zaza als Lockvogel ein, um den feindlichen Agentenring auszuheben. Nach anfänglicher Kooperation, bei der sich Zaza in einer Sahnetorte anlässlich eines Geburtstages wiederfindet und dort erneut auf den Abgeordneten Charrier trifft, haben Albin und Renato irgendwann die Nase voll und flüchten sich zu Renatos Mutter nach Italien. Albin soll hier nicht mehr den als Frau verkleideten Mann, sondern eine Frau spielen, die als Mann verkleidet ist. Beide Agentenringe folgen dem skurrilen Paar nach Italien. Zaza wird entführt, dann findet man jedoch den Mikrofilm und kann den feindlichen Agentenring ausheben.

Weitere Filme von Édouard Molinaro (* 13. Mai 1928 in Bordeaux; † 7. Dezember 2013  in Paris) war ein französischer Regisseur und Drehbuchautor.

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Ein Käfig voller Narren

Ein Käfig voller Narren (französischer Originaltitel: La cage aux folles, wörtlich: „Der Käfig mit Närrinnen“, wobei folle ein Slangausdruck ist, der dt. „Tunte“ entspricht, also „Der Tuntenkäfig“) ist eine italienisch-französische Filmkomödie aus dem Jahr 1978 und gilt als der erste weltweit erfolgreiche Film aus dem Drag-Queen-Milieu. Sie basiert auf einem Theaterstück von Jean Poiret aus dem Jahr 1973.

 

Deutscher TitelEin Käfig voller Narren
OriginaltitelLa cage aux folles
ProduktionslandFrankreich, Italien
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1978
Länge100 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieÉdouard Molinaro
DrehbuchMarcello Danon
Édouard Molinaro
ProduktionMarcello Danon
MusikEnnio Morricone
KameraArmando Nannuzzi
SchnittMonique
Robert Isnardon
Besetzung
  • Ugo Tognazzi: Renato Baldi
  • Michel Serrault: Albin Mougeotte
  • Michel Galabru: Simon Charrier
  • Carmen Scarpitta: Louise Charrier
  • Claire Maurier: Simone
  • Rémi Laurent: Laurent Baldi
  • Luisa Maneri: Andrea Charrier
  • Benny Luke: Jacob, Diener
  • Venantino Venantini: Chauffeur

Renato ist der Besitzer eines Nachtclubs mit einem Drag-Programm in St. Tropez, bei dem sein langjähriger Lebensgefährte Albin der Star der Show ist. Aus Renatos einzigem kurzen Abenteuer mit einer Frau stammt sein Sohn Laurent, von Albin und ihm liebevoll aufgezogen. Eines Tages will der mittlerweile zum jungen Mann gereifte Laurent heiraten. Seine Verlobte Andrea ist ausgerechnet die Tochter des erzkonservativen, homophoben Politikers Simon Charrier. Dieser wird von Reportern verfolgt, nachdem sein Parteivorsitzender beim Sex mit einer minderjährigen, schwarzen Prostituierten gestorben ist und somit auch die Glaubwürdigkeit seiner auf Sitte und Moral pochenden Partei zerstört hat. Die Hochzeitspläne seiner Tochter kommen Charrier daher gelegen, er will diese medial inszenieren, um sich als Vertreter des traditionellen Familienbildes zu präsentieren. Andrea erzählt ihren standesbewussten Eltern, Laurents Vater sei ein Kulturattaché und die Mutter eine Hausfrau mit sechs Kindern.
Andrea ist mit ihren Eltern auf dem Weg nach St. Tropez, die Laurent und seine Eltern bei einem Abendessen kennenlernen wollen. Laurent will die Homosexualität von Renato und Albin verschleiern, da Andreas Eltern eine Heirat zwischen ihm und Andrea ansonsten wohl nie akzeptieren würden. Ihm zuliebe ist Renato bereit, eine konventionelle Familie zu spielen, und sie versuchen, ihre exaltiert eingerichtete Wohnung unauffälliger zu gestalten. Albin kann seine Homosexualität in seinem Auftreten allerdings kaum verbergen, weshalb er nach Meinung von Laurent und Renato möglichst nicht auf Andreas Eltern treffen sollte. Renato bittet Simone, die leibliche Mutter von Laurent, die beruflich Karriere gemacht und ihren Sohn 20 Jahre nicht mehr gesehen hat, die Rolle seiner Ehefrau bei dem Besuch der Charriers zu übernehmen. Albin fühlt sich zurückgesetzt und muss entdecken, dass Renato beinahe wieder von Simones Charme verführt wird. Es kommt zu mehreren Streitigkeiten, durch die die Beziehung von Renato und Albin gefährdet wird.
Als die Charriers schließlich ankommen und Simone noch nicht erschienen ist, verkleidet sich Albin als Frau und spielt Laurents Mutter. Renato und Albin gelingt es zumindest teilweise, die Eltern von Andrea für sich einzunehmen – doch es kommt immer wieder zur Turbulenzen: Der Diener Jacob fällt durch sein unfeines Verhalten auf, das Geschirr bildet päderastische Szenerien aus dem alten Griechenland ab und die Charriers wundern sich, dass das angeblich so konservative Ehepaar über einem Nachtclub wohnt. Als Albin beinahe die Perücke vom Kopf fliegt, Simone als „zweite Mutter“ auftaucht und schließlich ein Haufen Dragqueens die Wohnung stürmt, kommen Andreas Eltern hinter das Geheimnis.
In der Zwischenzeit haben die Medien dank des bestechlichen Chauffeurs der Charriers von dem Besuch des Senators Wind bekommen. Charrier fürchtet das Ende seiner politischen Karriere, falls den Reportern ein Bild von ihm im Schwulenclub gelingen würde. Um unerkannt zu entkommen, lässt er sich von Albin zur Dragqueen umschminken und gelangt unentdeckt aus dem Gebäude. Schließlich kann die Hochzeit von Laurent und Andrea wie geplant stattfinden – nur gestört von dem Geräuschen von Albins Vorwürfen an Renato, als Simone unerwartet zur Zeremonie erscheint.

Fortsetzungen und Hollywood-Remake

  •  1980: Noch ein Käfig voller Narren (OT: La Cage aux folles II)
  •  1985: Ein Käfig voller Narren – Jetzt wird geheiratet (OT: La Cage aux folles 3 – 'Elles' se marient)
  • 1996 drehte Mike Nichols in den USA eine Neuverfilmung unter dem Titel The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel (Originaltitel: The Birdcage).

Weitere Filme von Édouard Molinaro (* 13. Mai 1928 in Bordeaux; † 7. Dezember 2013  in Paris) war ein französischer Regisseur und Drehbuchautor.

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Die Herren Dracula

Die Herren Dracula ist eine französische Horrorkomödie aus dem Jahr 1976. Als literarische Vorlage diente das Buch Der Vampir von Paris von Claude Klotz, das außer den Motiven mit Bram Stokers Dracula nichts zu tun hat.

Ein Vampirgraf zeugt mit der Sterblichen Hermine auf höchst menschliche Art ein Kind. Nach der Geburt ihres Sohnes beißt der Graf seine Gespielin und macht diese ebenfalls zum Vampir. Doch Hermine will sich mit ihrem neuen Schicksal nicht abfinden und fällt schließlich dem Sonnenlicht zum Opfer. Ferdinand, der gemeinsame Sohn, spielt seiner Familie gerne Streiche. So schickt er mit einem Trick sein Kindermädchen ins tödliche Sonnenlicht oder kegelt mit der Urne seiner Mutter.
Vater und Sohn

Deutscher TitelDie Herren Dracula
OriginaltitelDracula père et fils
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1976
Länge94 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieÉdouard Molinaro
DrehbuchAlain Godard
Jean-Marie Poiré
Édouard Molinaro
ProduktionAlain Poiré
MusikVladimir Cosma
KameraAlain Levent
SchnittMonique Isnardon
Robert Isnardon
Besetzung
  • Christopher Lee: Le Baron
  • Bernard Menez: Ferdinand
  • Marie-Hélène Breillat: Nicole Clement
  • Bernard Alane: Jean
  • Anna Gaël: Miss Gaylor
  • Mustapha Dali: Khaleb
  • Catherine Breillat: Hermine Poitevin
  • Jean-Claude Dauphin: Cristéa
  • Anna Gaël: Miss Gaylor
  • Gérard Jugnot: Betriebsleiter
und:
  • Claude Génia
  • Xavier Depraz
  • Cédric Dumond
  • Anna Prucnal
  • Jean Lescot
  • Raymond Bussières
  • Lyne Chardonnet
  • Robert Dalban
  • Carlo Nell
  • Patrice Pascal
  • Gérard Jugnot
  • Albert Simono
  • Marthe Villalonga
  • Dominique Zardi
  • Branko
  • Daniel Léger
  • Lucienne Legrand
  • Sylvain Lévignac
  • Guy Piérauld
  • Daniel Popescu
  • Paul Rieger
  • Jean-Louis Tristan
  • Rémy Julienne

Im Laufe der nächsten 200 Jahre entpuppt sich der Nachwuchs, sehr zum Leidwesen seines Vaters, als äußerst ungeschickter, gutmütiger und aus der Art geschlagener Vampir. So trägt er einer alten Frau ihre Sachen nach Hause, anstatt diese zu beißen. Alle Mühen des Vaters, aus seinem Sohn einen rechtschaffenen Vampir zu machen, schlagen fehl. So trinkt Ferdinand sein Blut noch als Erwachsener aus der Babyflasche.
Die Zeiten gehen ins Land. Nun, im 20. Jahrhundert, wird es in der Heimat unruhig. Die Kommunisten haben im Lande die Macht ergriffen und erklären die Vampire für enteignet und das alte Familienschloss zum Volkseigentum.
Auszug in die Fremde
Die Vampire beschließen, das Land über den Seeweg zu verlassen. Um vor dem Tageslicht sicher zu sein, töten die Vampire auf dem Schiff zwei Matrosen und nehmen im Anschluss daran deren Plätze in den Särgen ein. Sie ahnen nicht, dass die Matrosen auf dem Meer eine Seebestattung erfahren werden. So werden die Särge schließlich über Bord geworfen und die Vampire getrennt.
Der Vater wird in England und der Sohn in Frankreich an Land gespült. Mit seinem Auftreten und der geisterhaften Erscheinung wird der Vater als Vampir-Darsteller zum Horrorstar und berühmt. Er beißt alle Filmsternchen und setzt sie im Anschluss der Sonne aus, damit sein wahres Ich gewahrt bleibt. Der Sohn, Ferdinand, hat weniger Glück. Er verdingt sich auf einem Schlachthof und ernährt sich widerstrebend von Ochsenblut. Doch er wird erwischt und entlassen. So bricht Ferdinand in eine Blutbank ein, um dort Blutkonserven zu stehlen. Doch wieder ist ihm das Glück nicht hold. Erneut wird er erwischt und ein Gericht verurteilt ihn zur Blutspende. Ferdinand arbeitet schließlich als Nachtwächter und ernährt sich nun von Katzenblut. In Khaleb, einem Marokkaner, findet er seinen besten Freund. Diesen klärt er als einzigen seiner Arbeitskollegen über seine Herkunft auf.
Familientreffen und Entzweiung
Im Zuge einer Filmaufführung fährt der Vater mit seinem Filmteam nach Frankreich, wo ihn Ferdinand im Fernsehen sieht. So sucht ihn Ferdinand auf und trifft dort auf die junge Nicole. Sie ist Reporterin und mit dem Werbefachmann Jean liiert. Vater und Sohn verlieben sich beide in sie. Zusammen mit dem Vater nimmt Nicole eine Werbung für Zahnpasta auf und dieser erklärt seinem Sohn, Nicole zu einer der ihren machen zu wollen. Ferdinand wendet sich enttäuscht von seinem Vater ab und geht wieder seinem Dienst als Nachtwächter nach.
Nicole und Ferdinand
Die junge Nicole hat sich inzwischen in den gutmütigen Ferdinand verliebt. Der klärt Nicole über seine Herkunft auf, doch sie glaubt ihm nicht. Beide gehen ein paar Mal aus und schließlich übernachtet Ferdinand bei ihr, nachdem sich Nicole von Jean getrennt hat. Zu seinem Entsetzen bemerkt er nach dem Aufwachen, dass es helllichter Tag ist. Nicole betritt das Schlafzimmer und zieht die Vorhänge auf. Doch zu Ferdinands Erstaunen kann ihm das Sonnenlicht nichts mehr anhaben. Nicoles Liebe hat ihn wieder zu einem Sterblichen gemacht. Als er dies seinem Vater erzählt, will der es nicht hören und bezichtigt seinen Sohn der Lüge.
Schluss
Ferdinand bricht mit seinem Vater und zieht mit Nicole zusammen. Der Vater, immer noch davon besessen, aus Nicole einen Vampir zu machen, taucht eines Abends in der Wohnung des Sohnes auf. Vater und Sohn geraten in heftigen Streit, der sich über Stunden hinzieht. Dadurch verpasst Ferdinands Vater unvorsichtigerweise den Sonnenaufgang. Als Nicole dann wütend die Vorhänge zurückzieht, trifft den Vater ein Sonnenstrahl und dieser zerfällt zu Staub. Da erkennt Nicole, dass ihr Ferdinand seinerzeit die Wahrheit erzählt hat. Jahre später sind beide verheiratet und leben in Paris. Sie haben zwei Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Während das Mädchen sterblich ist, zeigen sich beim Sohn Merkmale der väterlichen Seite. So besitzt dieser bereits Vampirzähne und lacht verzückt, wenn sich seine kleine Schwester das Knie aufschlägt und blutet.
Kritik
„Eine mit elegant-leichter Hand inszenierte Parodie, die die Topoi des Horrorfilms amüsant zu persiflieren weiß“, schreibt das Lexikon des internationalen Films.

Weitere Filme von Édouard Molinaro (* 13. Mai 1928 in Bordeaux; † 7. Dezember 2013  in Paris) war ein französischer Regisseur und Drehbuchautor.

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Die Filzlaus

Die Filzlaus (Originaltitel: L’Emmerdeur zu deutsch: Die Nervensäge) ist eine französisch-italienische Filmkomödie von Édouard Molinaro mit Lino Ventura und Jacques Brel. Ein Profikiller wird unfreiwillig zum Lebensretter für einen lebensmüden Ehemann. Das Drehbuch des Films basiert auf dem von Francis Veber verfassten Theaterstück Le contrat. Das Stück wurde im September 1970 in Paris uraufgeführt und war auch bei seiner Neuaufnahme 2005 ein großer Publikumserfolg. In der DDR lief der Film unter dem Titel Die Klette. Kinopremiere in Frankreich war am 20. September 1973. In Deutschland kam der Film am 22. Februar 1974 erstmals in die Kinos.

Deutscher TitelDie Filzlaus
OriginaltitelL’Emmerdeur
ProduktionslandFrankreich, Italien
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1973
Länge80 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieÉdouard Molinaro
DrehbuchFrancis Veber
ProduktionAlexandre Mnouchkine
Georges Dancigers
Robert Amon
MusikJacques Brel
François Rauber
KameraRaoul Coutard
SchnittMonique Isnardon
Robert Isnardon
Besetzung
  • Lino Ventura: Ralph Milan
  • Jacques Brel: François Pignon
  • Caroline Cellier: Louise Pignon
  • Nino Castelnuovo: Hotelpage
  • Jean-Pierre Darras: Dr. Fuchs, Psychiater
  • Xavier Depraz: Louis Randoni
  • Liza Braconnier: Madame Randoni
  • François Dyrek: Félix
  • Jean Franval: Lkw-Fahrer
  • André Valardy: Anhalter
  • Angela Cardile: Schwangere
  • Michele Gammino: werdender Vater
  • Jean-Louis Tristan: Inspektor
  • Pierre Collet: Schlachter
  • Arlette Balkis: Psychiatrie-Patientin
  • Jacques Galland: Notar Chamfort
  • Édouard Molinaro: Café-Besitzer

Louis Randoni liegt eines Morgens im Bett. Als der Hausmeister Randonis falsch geparktes Auto zur Seite fahren will, explodiert eine Autobombe, der Mann kommt ums Leben. Randoni will demnächst in einem Prozess in Montpellier eine Aussage von enormer politischer Brisanz machen. Er steht nach dem Attentatsversuch unter verstärktem Polizeischutz. Nun wird von den unbekannten Hintermännern der Profikiller Ralph Milan engagiert. Nachdem er den ersten Attentäter beseitigt hat, quartiert er sich in Montpellier in einem Hotel gegenüber dem schwer gesicherten Justizpalast ein. Von dort aus will er mit einem Scharfschützengewehr den Auftrag erledigen. Milans Vorbereitungen werden allerdings behindert durch den Selbstmordversuch seines Zimmernachbarn, des lebensmüden Hemdenvertreters Pignon, der sich im Badezimmer aufhängen wollte. Seine Frau hat ihn verlassen und lebt jetzt bei dem Psychiater Fuchs in Montpellier. Um Aufsehen zu vermeiden und die Polizei fernzuhalten, beschließt der eher wortkarge und mürrische Einzelgänger Milan, sich um den verzweifelten und pausenlos quasselnden Pignon zu kümmern. Der dankbare Pignon bekennt dem dafür allerdings wenig empfänglichen Killer seine Zuneigung. Es findet ein Rollentausch statt; binnen weniger hektischer Stunden wird aus dem professionellen Verfolger ein Verfolgter. Nachdem Pignon bei einem ersten Zusammentreffen von seiner Exfrau zurückgewiesen worden ist, hat er wiederum einen depressiven Schub und steht plötzlich auf dem Außensims des Hotels, was von der Menschenmenge vor dem Justizpalast bemerkt wird. Bei seiner erneuten Rettung kommt Milan selbst in Lebensgefahr und fällt auf einen Balkon des unteren Stockwerks. Nach der Rückkehr ins Zimmer ist er völlig apathisch. Fuchs taucht im Hotel auf, hält Milan für Pignon und verabreicht ihm eine Beruhigungsspritze. Pignon ist dabei und gibt sich nicht zu erkennen, um vom Nebenbuhler Näheres über seine Frau zu erfahren. In einer Kraftanstrengung macht sich der benommene Milan mit Pignon zu Fuchs’ Klinik auf und zwingt ihn, ihm ein Gegenmittel zu verabreichen, damit er in der Lage ist, seinen Auftrag zu erledigen. Der Vertreter und der Killer scheitern schließlich darin, ihre jeweilige „Aufgabe“ zu erfüllen. Pignon verzichtet zu Gunsten seines „Lebensretters“ sogar auf die zurückgewonnene Ehefrau, die doch Auslöser seines Selbstmordplans war. Nach Pignons starkem und Fuchs’ schwachem Auftritt in der Klinik hält sie nun den Arzt und nicht mehr Pignon für einen Versager. Milans geplantes Attentat scheitert. Im Kugelhagel der Polizei verwundet, versucht der Killer noch mit Pignon aus dem Hotel zu entkommen. Beiden bleibt ihre neugewonnene, seltsame Beziehung – bis hinein ins Gefängnis.

  • Molinaro hat einen Kurzauftritt als Café-Besitzer/Barkeeper. Dabei hält er eine Schallplatte von Jacques Brel in Händen.
  • Die deutsche Synchronisation von Rainer Brandt wird gelegentlich als „flapsig“ und „allzu schnoddrig“ bezeichnet (Zurhorst/Just). Sie bewegt sich zumindest stellenweise an der Grenze zum Albernen.
  • Hollywood versuchte 1981 an den großen Erfolg des Originals anzuknüpfen. Metro-Goldwyn-Mayer ließ von Starregisseur Billy Wilder eine Neuverfilmung unter dem Titel  Buddy Buddy erstellen, die Rollen von Lino Ventura und Jacques Brel spielten Walter Matthau und Jack Lemmon.
  • Mit Richard Berry und Patrick Timsit in den Hauptrollen folgte 2008 unter dem Titel Der Killer und die Nervensäge ein weiteres Remake, bei dem Autor Francis Veber selbst die Regie übernahm.
  • 2012 erschien ein indisches Remake mit dem Titel Bamboo.(EN)
    Der italienisch-französische Film IL ROMPIBALLE … ROMPE ANCORA/Fantasia chez les ploucs mit Lino Ventura von 1971 wurde in Deutschland später unter dem Titel Die Filzlaus kehrt zurück vermarktet. Inhaltlich besteht jedoch kein Zusammenhang zum Film Die Filzlaus.

Weitere Filme von Édouard Molinaro (* 13. Mai 1928 in Bordeaux; † 7. Dezember 2013  in Paris) war ein französischer Regisseur und Drehbuchautor.

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Edouard Molinaro au festival de Deauville 2009
Von Georges Biard, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9865876


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