Ein unzertrennliches Gespann
Wir kommen alle in den Himmel
Étienne, Daniel, Simon und Bouly sind die besten Freunde, die unter anderem die gemeinsame Leidenschaft fürs Tennisspiel eint. Étienne lebt mit seiner Frau Marthe und den beiden Töchtern zusammen. Daniel ist homosexuell, ohne weiter Worte darüber zu verlieren. Arzt Simon hat eine Beziehung zur jungen Mireille, was von seiner dominanten Mutter missbilligt wird. Tennisplatzinhaber Bouly wiederum lebt von seiner Ex-Frau Marie-Ange und deren vier Kindern getrennt und ist mit Daisy verlobt, die drei Kinder hat. Da er die freie Liebe propagiert, die vor allem seine Ex-Frau in Anspruch nimmt, ist er immer wieder auch Kindermädchen für vier bis sieben Kinder.
| Deutscher Titel | Wir kommen alle in den Himmel |
| Originaltitel | Nous irons tous au paradis |
| Produktionsland | Frankreich |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 1977 |
| Länge | 110 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Regie | Yves Robert |
| Drehbuch | Jean-Loup Dabadie Yves Robert |
| Musik | Vladimir Cosma |
| Kamera | René Mathelin |
| Schnitt | Pierre Gillette |
| Besetzung | |
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Der stets beherrschte und etwas steife Étienne findet eines Tages zufällig ein Foto in den Sachen seiner Frau, das Marthe und einen grauhaarigen Mann beim innigen Kuss zeigt. Er beginnt, Marthe zu beobachten und ihr kleine Fallen zu stellen, so ruft er sie anonym an und schickt ihr Blumen. Marthe jedoch gibt nicht zu erkennen, dass sie einen Liebhaber hat. Stattdessen verbringt sie ihre Abende oft mit einer Theatergruppe, die Jean Racines Bérénice probt.
Die vier Männer haben zufällig ein zum Verkauf stehendes Haus mit Tennisplatz am Rande von Paris gefunden. Sie legen Geld zusammen und kaufen das Haus. Die erste Nacht nach dem Kauf schlafen sie in ihrem neuen Eigentum, nur um am nächsten Morgen von ohrenbetäubendem Lärm geweckt zu werden: Das Haus steht direkt am Pariser Flughafen. Der Makler nutzte einen 24-stündigen Pilotenstreik, um das Haus günstig an den Mann zu bringen. Das unbewohnbare Haus ist nicht Étiennes einzige Sorge. Er vermutet immer noch eine Affäre seiner Frau, folgt jedoch eines Tages dem falschen Mann und ohrfeigt ihn. Der Mann demoliert als Antwort Étiennes Wagen. Étiennes nächster Versuch, seine Frau beim Fremdgehen zu erwischen, schlägt noch gravierender fehl. Er gibt vor, drei Tage ins Ausland zu verreisen, nimmt jedoch in Wirklichkeit ein Hotelzimmer gegenüber seiner eigenen Wohnung. Marthe bleibt das nicht verborgen, sodass sie nun ihrerseits glaubt, dass Étienne eine Affäre hat. Er bleibt angesichts der Verdrehung der Anklage wortlos zurück. Nicht nur in seiner Ehe kriselt es, sondern auch in der Freundschaft zu Daniel, Simon und Bouly. Die treffen sich zwar weiterhin auf dem Tennisplatz ihres neuen Hauses, doch endet ein Spiel im Flugzeuglärm und schließlich einer handfesten Schlägerei, woraufhin sich alle vier Männer für einige Zeit aus dem Weg gehen.
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher[2] |
| Étienne Dorsay | Jean Rochefort | Jürgen Thormann |
| Daniel | Claude Brasseur | Edgar Ott |
| Simon Messina | Guy Bedos | Andreas Mannkopff |
| Bouly | Victor Lanoux | Michael Chevalier |
| Marthe Dorsay | Danièle Delorme | Renate Danz |
| Mouchy | Marthe Villalonga | Gudrun Genest |
| Bastien | Daniel Gélin | Heinz Petruo |
In dieser Zeit beginnt Daniel Affären mit Frauen, weil er nach eigener Ansicht neben sich steht. Étienne findet heraus, dass das Kussfoto während einer Theaterprobe Marthes entstand und harmlos ist. Simon wiederum hat eine Affäre mit einer Patientin, mit der er in den Urlaub fährt. Nach seiner Rückkehr wird er am Bahnhof von Étienne, Daniel und Bouly erwartet, die ihm mitteilen, dass seine Mutter gestorben ist. Simon bricht zusammen. Nach der Trauerfeier eröffnet Daniel seinen Freunden, dass er seine Chefin Marie-Christine heiraten wird. Die Hochzeit jedoch platzt kurzfristig, da sich Marie-Christine eine Ehe mit Daniel doch nicht vorstellen kann. Das Leben geht weiter. Étienne beginnt eine Affäre mit einer Kollegin, mit der er eine Kurzreise nach Bordeaux antreten will. Seine Freunde fahren ihn zum Flughafen. Hier sehen die drei Marthe, die den Theaterkollegen Benoît küsst. Sie belauschen, wie sie sich von ihm trennt, nachdem beide schon längere Zeit eine Affäre hatten. Marthe entdeckt Daniel, Simon und Bouly, die vor ihr davonlaufen und so Marthe und den auf seine Geliebte wartenden Étienne zusammenbringen. Spontan geben die Freunde vor, dass sie nicht Étienne, sondern Simon zum Flughafen gebracht haben. Simon spielt notgedrungen mit und fliegt nach Bordeaux. Étiennes Geliebte zieht sich diskret zurück, während Étienne und Marthe ein Taxi nach Hause nehmen. Sowohl Étienne als auch Marthe bedeuten Daniel und Bouly heimlich, nichts zu verraten. Beide stimmen ebenso heimlich zu.
Weitere Filme von Yves Robert
Yves Robert (* 21. Juni 1920 in Saumur; † 20. Mai 2002 in Paris) war ein französischer Schauspieler, Drehbuchautor, Filmproduzent und Regisseur.
Als Drehbuchautor und Regisseur hatte er große Erfolge mit einigen Komödien. Vor allem seine Filme Krieg der Knöpfe, Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh und Ein Elefant irrt sich gewaltig brachten ihm internationale Anerkennung.
Bild: Yves Robert (1979) Von Hans van Dijk / Anefo - Derived from Nationaal Archief, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40212181
Ein Elefant irrt sich gewaltig
Étienne, ein verheirateter, treuer und glücklicher Familienvater (verh. mit Marthe) in den Vierzigern, verliebt sich Hals über Kopf in Charlotte, eine junge, in Rot gekleidete Frau, die er nur flüchtig gesehen hat.
Mit seinen drei Freunden Simon, Daniel und Bouly teilt er die
Leidenschaft fürs Tennisspielen. Simon ist Arzt und erstickt unter den
ständigen Einmischungen seiner Mutter, einer Karikatur von einer
Übermutter.
| Deutscher Titel | Ein Elefant irrt sich gewaltig Monsieur auf Abwegen (DDR) |
| Originaltitel | Un éléphant ça trompe énormément |
| Produktionsland | Frankreich |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 1976 |
| Länge | 105 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Regie | Yves Robert |
| Drehbuch | Jean-Loup Dabadie Yves Robert |
| Produktion | Alain Poiré Yves Robert |
| Musik | Vladimir Cosma |
| Kamera | René Mathelin |
| Schnitt | Gérard Pollicand |
| Besetzung | |
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Daniel, Automechaniker, schafft es nicht lange, seinen
Freunden zu verheimlichen, dass er homosexuell ist. Bouly, unverbesserlicher Frauenverführer, fällt aus allen Wolken, als er entdeckt, dass seine Frau die eheliche Wohnung samt Möbeln und Kindern verlassen hat.
Obwohl Étienne die Schürzenjäger verachtet, erliegt er dem Charme seiner schönen Unbekannten. Diese jedoch gibt ihm schnell zu verstehen, dass dies nur ein Abenteuer ohne Zukunft sein wird.
Étienne (Jean Rochefort) kommentiert den Film in weiten Teilen als Stimme aus dem Off, und der Gegensatz zwischen dem, was er (natürlich immer zu seinem Vorteil) präsentiert und dem, was man tatsächlich sieht, ist eine der Triebfedern der Komik dieses Films.
"Der Film ist die Geschichte der Freundschaft von vier tennisbegeisterten Mittvierzigern, die alle mit einer schwierigen Situation in ihrem Privatleben konfrontiert sind. Der Film ist eine sehr aufgewühlte Chronik der Probleme bestimmter Männer mit bestimmten Frauen, die nicht unbedingt ihre eigenen sind. Die Gruppe der "Freunde" wird von Jean Rochefort, Claude Brasseur, Guy Bedos und Victor Lanoux gespielt, während Danièle Delorme, Anny Duperey und Marthe Villalonga die weiblichen Hauptrollen spielen.
Bei den Césars 1977 gewann Claude Brasseur den César für den besten Nebendarsteller für seine Darstellung einer der ersten "positiven" homosexuellen Figuren im französischen Kino.
Bei seinem Erscheinen war der Film in Frankreich und im Ausland ein großer Erfolg, so sehr, dass Gene Wilder 1984 ein Remake mit dem Titel Das Mädchen in Rot drehte. 1977 drehte Yves Robert eine Fortsetzung des Films, Nous irons tous au paradis, der wiederum ein Triumph war.
Weitere Filme von Yves Robert
Yves Robert (* 21. Juni 1920 in Saumur; † 20. Mai 2002 in Paris) war ein französischer Schauspieler, Drehbuchautor, Filmproduzent und Regisseur.
Als Drehbuchautor und Regisseur hatte er große Erfolge mit einigen Komödien. Vor allem seine Filme Krieg der Knöpfe, Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh und Ein Elefant irrt sich gewaltig brachten ihm internationale Anerkennung.
Bild: Yves Robert (1979) Von Hans van Dijk / Anefo - Derived from Nationaal Archief, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40212181
Der große Blonde kehrt zurück
Nach seinem unwissentlichen Einsatz als Lockvogel des Geheimdienstleiters Alphonse Toulouse, der den stellvertretenden Geheimdienstleiter Milan das Leben kostete, flog Geiger François Perrin mit seiner Geliebten Christine nach Rio de Janeiro. Seither sind drei Monate vergangen und in Frankreich wurde ein neuer Minister gewählt. Ihm zur Seite steht Kommissar Cambrai, der sich zum Ziel gesetzt hat, den Tod Milans aufzuklären. Er vermutet hinter allem eine Falle Toulouses, was durch einen Brief François’ an seinen Freund Maurice bestätigt wird: In ihm berichtet François, dass er nur als Lockvogel benutzt wurde. Von Cambrai beeinflusst, beauftragt der Minister Toulouse, ihm François vorzustellen. Der soll am nächsten Mittwoch in Paris auf einem Konzert geigen. Toulouse schickt die Killer Charmant und Prince nach Rio, um François zu ermorden.
| Deutscher Titel | Der große Blonde kehrt zurück |
| Originaltitel | Le retour du grand blond |
| Produktionsland | Frankreich |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 1974 |
| Länge | 81 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Regie | Yves Robert |
| Drehbuch | Yves Robert Francis Veber |
| Produktion | Alain Poiré Yves Robert |
| Musik | Vladimir Cosma |
| Kamera | René Mathelin |
| Schnitt | Ghislaine Desjonquères Françoise London |
| Besetzung | |
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Dem Minister teilt er mit, dass François tot sei; eine große Beerdigung wird organisiert und durchgeführt, doch schaffen es die Killer nicht, François zu erschießen. Schließlich fliegt Toulouse selbst nach Rio, bringt Christine in seine Gewalt und zwingt François, sich nach seinen Instruktionen zu verhalten.
François kehrt als scheinbar eiskalter Killer nach Paris zurück, wobei er diesmal durch ein Missgeschick einen schwarzen und einen roten Schuh trägt. Die Warnungen von Maurice und Paulette, die ihn am Flughafen erwarten, weist er zurück. Er wird von Toulouse und Perrache abgeholt, die ihn auf den neusten Stand bringen. Weil Cambrai nicht glaubt, dass François ein Superagent ist, soll er auf Anweisung des Ministers einen besonders gefährlichen Auftrag erhalten, um sein Können zu beweisen. Toulouse und Perrache begleiten ihn zum Minister und stellen François als ausgebrannt dar, der Urlaub brauche. Der Minister hat ein Einsehen, doch glaubt Cambrai, belogen zu werden. Er kündigt an, François besonders zu überwachen. Weil Cambrais Akte deutlich macht, dass er bisher ausschließlich Schreibtischarbeiten erledigt hat, jedoch bei jeder Aufregung einen Zusammenbruch erleidet, inszenieren Toulouse und Perrache einen Superagentenauftritt für François. Auf einem abgelegenen Gelände wird er von verschiedenen Personen angegriffen, erschießt einen irren Chinesen und kurz darauf eine ganze Gruppe von Angreifern. Toulouses dabei eingebauter Falle, die zum tatsächlichen Tod François’ führen sollte, entgeht der Geiger jedoch. Cambrai hat die Aktionen zusammen mit Maurice miterlebt und ist erschüttert. Beide finden jedoch heraus, dass in François’ Waffe nur Platzpatronen waren. Sie entwickeln einen Plan, um Toulouse endlich zu fassen, und weihen auch François ein.
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher BRD | Synchronsprecher DDR |
| François Perrin | Pierre Richard | Harry Wüstenhagen | |
| Maurice Lefebvre | Jean Carmet | Friedrich W. Bauschulte | |
| Alphonse Toulouse | Jean Rochefort | Rolf Schult | |
| Christine | Mireille Darc | Renate Küster | Gisela Büttner |
| Minister | Jean Bouise | Harald Juhnke | Manfred Zetzsche |
| Cambrai | Michel Duchaussoy | Thomas Danneberg | |
| Perrache | Paul Le Person | Klaus Sonnenschein | |
| Paulette | Colette Castel | Renate Danz | |
| Charmant | Henri Guybet | Heinz Theo Branding |
Christine, die von Toulouse freigelassen wird, trifft François im Bett mit Maurices Frau Paulette an. Sie reagiert fassungslos und geht, wird jedoch von Maurice abgefangen und ebenfalls in den Plan eingeweiht. Am Abend findet das Konzert statt, bei dem François als erster Geiger spielen wird. Toulouse plant, François während des Konzerts erschießen zu lassen. Cambrai ahnt es und sucht Toulouse vor dem Konzert auf; er kündigt ihm Konsequenzen an, falls François etwas geschieht, zumal auch Maurice gegen Toulouse aussagen wird. Toulouse ruft Charmant und Prince zurück. Während des Konzerts erscheint Christine und erschießt François auf offener Bühne. Toulouse und Cambrai eilen auf die Bühne, Maurice kündigt an, gegen Toulouse auszusagen, und der greift sich Christines Revolver und schießt auf Cambrai. Erst jetzt erkennt er, dass es sich nur um Platzpatronen gehandelt hat. Er verlässt die Bühne und erschießt sich scheinbar mit Perraches Pistole. Auch hier handelte es sich nur um Platzpatronen, sodass Perrache und Toulouse ungestört fliehen können. Cambrai bedankt sich bei allen, die ihm geholfen haben und François schlägt ihn am Ende für sein Agent-Sein nieder, bevor er Christine küsst. Der Minister jedoch entschließt sich, sein Amt aufzugeben.
Weitere Filme von Yves Robert
Yves Robert (* 21. Juni 1920 in Saumur; † 20. Mai 2002 in Paris) war ein französischer Schauspieler, Drehbuchautor, Filmproduzent und Regisseur.
Als Drehbuchautor und Regisseur hatte er große Erfolge mit einigen Komödien. Vor allem seine Filme Krieg der Knöpfe, Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh und Ein Elefant irrt sich gewaltig brachten ihm internationale Anerkennung.
Bild: Yves Robert (1979) Von Hans van Dijk / Anefo - Derived from Nationaal Archief, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40212181
Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh 👍
François Perrin ist ein hochbegabter, jedoch etwas zerstreuter Geiger, der obendrein ein Verhältnis mit Paulette, der Frau seines besten Freundes Maurice, hat. Als Perrin nach einer Auslandstournee im Flughafen eine Rolltreppe mit zwei unterschiedlichen Schuhen herunterfährt, wird er aufgrund dieses Merkmals von einem Mitarbeiter des Geheimdienstchefs Toulouse auserwählt, unwissentlich einen „gefährlichen Agenten“ zu spielen, um seinen rivalisierenden Stellvertreter Milan auf eine falsche Spur zu führen.
| Deutscher Titel | Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh |
| Originaltitel | Le Grand Blond avec une chaussure noire |
| Produktionsland | Frankreich |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 1972 |
| Länge | 91 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Regie | Yves Robert |
| Drehbuch | Yves Robert Francis Veber |
| Produktion | Alain Poiré Yves Robert |
| Musik | Vladimir Cosma |
| Kamera | René Mathelin |
| Schnitt | Francis Veber |
| Besetzung | |
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Milan setzt nun alle erdenklichen legalen und illegalen Mittel ein, um eine Verbindung zwischen Toulouse und Perrin herstellen zu können, erzielt dabei jedoch keine Ergebnisse. Schließlich soll die Agentin Christine die notwendigen Informationen mittels weiblicher Verführung erhalten. Als auch dieser Versuch scheitert, soll Perrin getötet werden. Mit viel Glück und etwas Hilfe von Toulouses Assistenten Perrache überlebt Perrin jedoch alle Anschläge. Perrins Verfolger beider Seiten bringen sich gegenseitig um und auch Milan wird schließlich ermordet. Maurice, der immer wieder ungewollt Zeuge der Taten wird, verliert den Verstand und kommt in ärztliche Behandlung. François und Christine verlieben sich und verlassen das Land.
Der Chef des französischen Geheimdienstes, Louis Toulouse, wird von seinem Stellvertreter Milan in einer Doppelagenten-Affäre kompromittiert. Milans Plan ist es, Toulouse zu diskreditieren, um seinen Platz einzunehmen. Doch Toulouse, der Milans Pläne entdeckt hat, stellt eine Falle auf, um seinen Stellvertreter zu Fall zu bringen. Dazu beschließt er, einen Unbekannten zu benutzen, "irgendjemanden, einen Mann aus der Menge", und Milan glauben zu machen, dass es sich bei dem Unbekannten um einen furchterregenden Geheimagenten handelt, der den Fall des Doppelagenten lösen soll. Dieser Fremde, der in Orly von Perrache, dem Vertrauensmann von Toulouse, zufällig ausgewählt wurde, weil er an einem Fuß einen schwarzen und am anderen einen braunen Schuh trägt, ist François Perrin, ein schwindelfreier Geiger. Er lässt ihn diskret von zwei Agenten beschützen: Poucet und Chaperon. Milan tappt sofort in die Falle und setzt ein Team von Spionen ein, um Perrin auszuspionieren. Aber sein normales, wenn auch manchmal bizarres und unbeholfenes Verhalten wird Milan weiter destabilisieren. Um ihn zum "Reden" zu bringen, lockt er Perrin zum Bettgeflüster in das Bett seiner Agentin, der skulpturalen Christine. Sie ist die erste, die die Falle vermutet, aber Milan glaubt ihr nicht. In ihren Augen trägt die Tatsache, dass Perrin nichts zu gestehen hat, zu ihrer Glaubwürdigkeit als furchtbare Agentin bei.
Als er nichts erfährt, befiehlt Milan die Ermordung Perrins. Die Killer werden von Poucet und Chaperon eliminiert, bevor sie ihren Auftrag ausführen können, dann kommt Milan zum Einsatz, er wird seinerseits getötet. Schließlich beginnen Christine und Perrin eine Beziehung und reisen nach Brasilien.
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher (Brandtfilm) | Synchronsprecher (DEFA) |
| François Perrin | Pierre Richard | Harry Wüstenhagen | Winfried Wagner |
| Toulouse | Jean Rochefort | Rolf Schult | Walter Niklaus |
| Bernard Milan | Bernard Blier | Friedrich W. Bauschulte | Bert Brunn |
| Maurice | Jean Carmet | Gerd Martienzen | Hans Gora |
| Christine | Mireille Darc | Eva Maria Miner | Astrid Bless |
| Georghiu | Robert Castell | Andreas Mannkopff | |
| Paulette | Colette Castel | Renate Danz | Barbara Lotzmann |
| Mr. Boudart | Roger Caccia | Klaus Miedel | |
| Madame Boudart | Tania Balachova | Tina Eilers | |
| Botrel | Jean Obe | Lothar Blumhagen | |
| Chaperon | Maurice Barrier | Joachim Kemmer | |
| Pouchet | Jean Saudray | Heinz-Theo Branding |
- Der rumänische Komponist Vladimir Cosma schrieb mit dem Titelthema auf der Panflöte für seinen Landsmann Gheorghe Zamfir einen seiner bekanntesten Filmmusiktitel.
- Erst der große Erfolg des Films in Deutschland machte Pierre Richard in seinem Heimatland Frankreich populär und ermöglichte seine internationale Karriere. Erst daraufhin wurde auch die Fortsetzung Der große Blonde kehrt zurück (Le Retour du grand blond, 1974) gedreht, in der François Perrin und Christine weitere Abenteuer erleben.
- 1985 drehte Stan Dragoti eine Neuverfilmung mit dem Titel Der Verrückte mit dem Geigenkasten (alternativer Verleihtitel: Der große Blonde mit dem roten Schuh). Die Hauptrolle übernahm Tom Hanks.
- Pierre Richard wurde nach dem Erfolg des Films auf das komödiantische Fach festgelegt, wie er in einem Zeitungsinterview 2008 beklagte.
- Nach Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh und dessen Fortsetzung Der große Blonde kehrt zurück stellte Pierre Richard insgesamt noch in drei weiteren seiner Filme eine Figur namens François Perrin dar, der jedoch nicht auf der ursprünglichen Figur des tapsigen Violinisten basierte und auch jeweils unterschiedlich gezeichnet wurde. In Ein Tolpatsch auf Abwegen (1976) war Perrin Werbefotograf, in Das Spielzeug (ebenfalls 1976) Journalist, und in Der Hornochse und sein Zugpferd (1981) ein kleiner Konzernangestellter.
- Regisseur Yves Robert spielt den Dirigenten des Orchesters.
Weitere Filme von Yves Robert
Yves Robert (* 21. Juni 1920 in Saumur; † 20. Mai 2002 in Paris) war ein französischer Schauspieler, Drehbuchautor, Filmproduzent und Regisseur.
Als Drehbuchautor und Regisseur hatte er große Erfolge mit einigen Komödien. Vor allem seine Filme Krieg der Knöpfe, Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh und Ein Elefant irrt sich gewaltig brachten ihm internationale Anerkennung.
Bild: Yves Robert (1979) Von Hans van Dijk / Anefo - Derived from Nationaal Archief, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40212181
Ein Mann sieht Rosa
Ein Mann sieht Rosa ist eine französische Filmkomödie aus dem Jahr 2001.
Im Leben des biederen Buchhalters François geht alles schief: Seine Frau hat ihn verlassen, sein halbwüchsiger Sohn möchte nichts mehr mit ihm zu tun haben und nun soll ihm auch noch gekündigt werden.
| Deutscher Titel | Ein Mann sieht rosa |
| Originaltitel | Le Placard |
| Produktionsland | Frankreich |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 2001 |
| Länge | 84 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Regie | Francis Veber |
| Drehbuch | Francis Veber |
| Produktion | Patrice Ledoux |
| Musik | Vladimir Cosma |
| Kamera | Luciano Tovoli |
| Schnitt | Georges Klotz |
| Besetzung | |
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Aus lauter Verzweiflung möchte er sich deshalb vom Balkon seines Wohnhauses stürzen. Sein neuer Nachbar Belone kann ihn gerade noch davon abhalten und kommt mit einer genialen Idee, um seinen Job zu retten. François soll in der Firma so tun, als ob er schwul sei, der Chef werde Skrupel haben, ihm zu kündigen.
Sie verbreiten also in der Firma ein paar Fotomontagen, auf denen François in einer Schwulenbar halbnackt zu erkennen ist. Der Plan geht auf, sein Chef nimmt die Kündigung wieder zurück, da die Firma unter anderem Kondome herstellt und er Angst hat, schwule Kunden zu verlieren.
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher[ |
| François Pignon | Daniel Auteuil | Bernd Vollbrecht |
| Belone, der Nachbar | Michel Aumont | Gerhard Paul |
| Félix Santini | Gérard Depardieu | Manfred Lehmann |
| Christine | Alexandra Vandernoot | Arianne Borbach |
| Guillaume | Thierry Lhermitte | Frank Glaubrecht |
| Direktor Kopel | Jean Rochefort | Lothar Blumhagen |
Durch seinen Trick zieht François immer mehr Interesse in der Firma auf sich und sogar seine Frau und sein Sohn nehmen wieder Kontakt zu ihm auf. Auch sein als Schwulenhasser und Macho verschriener Kollege Santini versucht, sich mit ihm gutzustellen, denn er hat Angst um seinen eigenen Job.
Durch sein „neues Ich“ bekommt François immer mehr Selbstvertrauen und wird so für seine Vorgesetzte Mademoiselle Bertrand interessant. Schließlich kommt es dazu, dass die beiden Sex in der Firma haben, wobei sie vom Firmenchef und einer japanischen Delegation beobachtet werden. Dadurch fliegt der Schwindel auf und François will seine Koffer packen. Der Chef möchte ihn jedoch auf keinen Fall gehen lassen, weil er so mutige und gewitzte Mitarbeiter brauche.
Francis Veber (* 28. Juli 1937 in Neuilly-sur-Seine) ist ein französischer Bühnenautor, Journalist, Drehbuchautor, Filmregisseur und Produzent armenischer Herkunft
Weitere Filme von Francis Veber:
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Veber, 2012
Von Georges Biard, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18052203
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