Ein Film wird gedreht. Sechs Wochen werden die Dreharbeiten für den Film Je vous présente Pamela dauern, und es geht um den kollektiven Prozess seiner Entstehung: Mit ihren unterschiedlichen Erwartungen, Charakteren und Lebensentwürfen provozieren die Beteiligten aus dem Cast und dem Team geradezu das Entstehen von Streit, Eifersucht, Stress und den vielbeschworenen künstlerischen Differenzen. Sie alle eint jedoch die gemeinsame Leidenschaft für den Film, für den sich alle Opfer lohnen.
Die amerikanische Nacht
Ein Film wird gedreht. Sechs Wochen werden die Dreharbeiten für den Film Je vous présente Pamela dauern, und es geht um den kollektiven Prozess seiner Entstehung: Mit ihren unterschiedlichen Erwartungen, Charakteren und Lebensentwürfen provozieren die Beteiligten aus dem Cast und dem Team geradezu das Entstehen von Streit, Eifersucht, Stress und den vielbeschworenen künstlerischen Differenzen. Sie alle eint jedoch die gemeinsame Leidenschaft für den Film, für den sich alle Opfer lohnen.
Der Gendarm vom Broadway
| Deutscher Titel | Der Gendarm vom Broadway |
| Originaltitel | Le gendarme à New York |
| Produktionsland | Frankreich, Italien |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 1965 |
| Länge | 98 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Regie | Jean Girault |
| Drehbuch | Jean Girault Jacques Vilfrid |
| Produktion | Alain Darbon Paul Laffargue |
| Musik | Raymond Lefèvre Paul Mauriat |
| Kamera | Edmond Séchan |
| Schnitt | Albert Jurgenson |
| Besetzung | |
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Gendarm Ludovic Cruchot aus Saint Tropez, gespielt von Louis de Funès, erhält eine Einladung, mit seinen Männern an einem internationalen Polizistenkongress in New York teilzunehmen. Auf dem Schiff (der französischen France), mit dem sie in die USA reisen, versteckt sich auch Nicole, die Tochter Cruchots, als blinder Passagier. Schon kurz nach der Ankunft wird Nicole von der amerikanischen Polizei entdeckt und verhört. Mit Hilfe eines Journalisten, der ihr „Schicksal als Waisenkind“ ins Fernsehen bringen will, wird sie jedoch ohne Strafe freigelassen.
Inzwischen hat auch Cruchot New York erreicht. Als sich die französische Polizeidelegation auf den Weg zu einem Fernsehinterview macht, sieht Cruchot seine Tochter auf einem Bildschirm bei einem Fernsehauftritt. Nun versucht er seine Tochter wiederzufinden, ohne dass seine Kollegen mitbekommen, dass sich seine Tochter ohne sein Wissen auf den Weg nach New York gemacht hat, da seine Glaubwürdigkeit als autoritärer Vater und Polizist auf dem Spiel steht.
Weitere Filme von Jean Girault
Jean Girault (* 9. Mai 1924 in Villenauxe-la-Grande; † 24. Juli 1982 in Paris) war ein französischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Sein Filmdebüt als Regisseur gab er 1960.
1962 lernte er den bis dahin wenig bekannten Nebendarsteller Louis de Funès kennen und arbeitete seit 1963 mit ihm zusammen.
Jean Girault verstarb während der Dreharbeiten zu Louis und seine verrückten Politessen an Tuberkulose. Es war seine zwölfte Zusammenarbeit mit Louis de Funès.
VIP Cliparts Bernhard Prinz
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Fisch oder Fleisch
| Deutscher Titel | Fisch oder Fleisch |
| Originaltitel | Ni vu, ni connu |
| Produktionsland | Frankreich, Italien |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 1958 |
| Länge | 90 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Regie | Yves Robert |
| Drehbuch | Alphonse Allais Jacques Celhay Jean Marsan Yves Robert |
| Produktion | Jules Borkon |
| Musik | Jean Wiener |
| Kamera | Jacques Letellier |
| Schnitt | Gilbert Natot |
| Besetzung | |
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Der Markthändler Blaireau hat eigentlich nur die Lizenz, Pilze auf dem Markt einer französischen Kleinstadt zu verkaufen. Um den Gewinn zu steigern, heckt er einen nicht ganz legalen Plan aus: Nach der Arbeit angelt er heimlich, ohne Erlaubnis Fische aus den städtischen Gewässern, um diese dann schwarz auf dem Markt zu verkaufen. Außerdem wildert er im städtischen Forst. Schon bald werden der örtliche Gendarm und der Bürgermeister auf ihn aufmerksam. Allerdings gelingt es den beiden nicht, Blaireau auf die Schliche zu kommen. Ein turbulentes Räuber- und Gendarm-Spiel beginnt. Die Bevölkerung steht ausnahmslos hinter Blaireau, versorgt er sie doch regelmäßig mit preiswertem Fisch oder Wild.
Eines Nachts wird der Gendarm überfallen, und sein Abzeichen wird gestohlen. Dies ist für ihn ein willkommener Anlass, um Blaireau endlich ins Gefängnis zu stecken. Mit seiner freundlichen einnehmenden Art überzeugt er aber selbst den Gefängnisdirektor, nachts heimlich mit ihm auf Jagd zu gehen. Doch dann meldet sich der wahre Täter, und Blaireau wird rehabilitiert und zum Helden der Stadt.
Weitere Filme von Yves Robert
Yves Robert (* 21. Juni 1920 in Saumur; † 20. Mai 2002 in Paris) war ein französischer Schauspieler, Drehbuchautor, Filmproduzent und Regisseur.
Als Drehbuchautor und Regisseur hatte er große Erfolge mit einigen Komödien. Vor allem seine Filme Krieg der Knöpfe, Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh und Ein Elefant irrt sich gewaltig brachten ihm internationale Anerkennung.
Bild: Yves Robert (1979) Von Hans van Dijk / Anefo - Derived from Nationaal Archief, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40212181
Noch ein Käfig voller Narren
Noch ein Käfig voller Narren (Originaltitel: La Cage aux Folles II) ist eine italienisch-französische Komödie aus dem Jahr 1980 und ist die Fortsetzung des erfolgreichen Films Ein Käfig voller Narren.
Albin alias Zaza ist immer noch der Star im Nachtclub seines Lebensgefährten Renato. Dieser möchte nicht, dass Zaza sich zu viel zumutet und bittet ihn, etwas kürzerzutreten und eine Rolle, in der er Marlene Dietrich verkörpern soll, nicht zu übernehmen. Zaza ist beleidigt und fühlt sich abgewertet. Um sich selbst und Renato zu zeigen, dass er immer noch attraktiv ist, besucht er ein Straßencafé und gerät zufällig an einen Agenten auf der Flucht, der ihn anschließend entführt. Der gegnerische Agentenring ist dem Überläufer dicht auf den Fersen und verfolgt ihn, woraufhin dieser sich mitsamt Zaza in ein Stundenhotel flüchtet. Dort steckt der Agent Zaza einen Mikrofilm ins Kleid, bevor er erschossen wird. Renato möchte nun, dass Albin nicht mehr als Frau auftritt, da die Zeitungen über eine unbekannte rothaarige Frau berichten.
| Deutscher Titel | Noch ein Käfig voller Narren |
| Originaltitel | La Cage aux Folles II |
| Produktionsland | Frankreich, Italien |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 1980 |
| Länge | 95 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Regie | Édouard Molinaro |
| Drehbuch | Francis Veber |
| Produktion | Marcello Danon |
| Musik | Ennio Morricone |
| Kamera | Armando Nannuzzi |
| Besetzung | |
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Beide Agentenringe sind nun auf der Suche nach dem Mikrofilm, den Zaza unbemerkt bei sich trägt und der sich später in seiner Tablettendose wiederfindet. Sie ersuchen Hilfe beim Schwiegervater von Renatos Sohn, Simon Charrier, dem konservativen Abgeordneten, der auch schon aus dem ersten Teil bekannt ist. Dieser möchte nichts mit den beiden zu tun haben. Der Agentenring rund um Broca setzt Zaza als Lockvogel ein, um den feindlichen Agentenring auszuheben. Nach anfänglicher Kooperation, bei der sich Zaza in einer Sahnetorte anlässlich eines Geburtstages wiederfindet und dort erneut auf den Abgeordneten Charrier trifft, haben Albin und Renato irgendwann die Nase voll und flüchten sich zu Renatos Mutter nach Italien. Albin soll hier nicht mehr den als Frau verkleideten Mann, sondern eine Frau spielen, die als Mann verkleidet ist. Beide Agentenringe folgen dem skurrilen Paar nach Italien. Zaza wird entführt, dann findet man jedoch den Mikrofilm und kann den feindlichen Agentenring ausheben.
Weitere Filme von Édouard Molinaro (* 13. Mai 1928 in Bordeaux; † 7. Dezember 2013 in Paris) war ein französischer Regisseur und Drehbuchautor.
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Ein Käfig voller Narren
Ein Käfig voller Narren (französischer Originaltitel: La cage aux folles, wörtlich: „Der Käfig mit Närrinnen“, wobei folle ein Slangausdruck ist, der dt. „Tunte“ entspricht, also „Der Tuntenkäfig“) ist eine italienisch-französische Filmkomödie aus dem Jahr 1978 und gilt als der erste weltweit erfolgreiche Film aus dem Drag-Queen-Milieu. Sie basiert auf einem Theaterstück von Jean Poiret aus dem Jahr 1973.
| Deutscher Titel | Ein Käfig voller Narren |
| Originaltitel | La cage aux folles |
| Produktionsland | Frankreich, Italien |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 1978 |
| Länge | 100 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Regie | Édouard Molinaro |
| Drehbuch | Marcello Danon Édouard Molinaro |
| Produktion | Marcello Danon |
| Musik | Ennio Morricone |
| Kamera | Armando Nannuzzi |
| Schnitt | Monique Robert Isnardon |
| Besetzung | |
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Renato ist der Besitzer eines Nachtclubs mit einem Drag-Programm in St. Tropez, bei dem sein langjähriger Lebensgefährte Albin der Star der Show ist. Aus Renatos einzigem kurzen Abenteuer mit einer Frau stammt sein Sohn Laurent, von Albin und ihm liebevoll aufgezogen. Eines Tages will der mittlerweile zum jungen Mann gereifte Laurent heiraten. Seine Verlobte Andrea ist ausgerechnet die Tochter des erzkonservativen, homophoben Politikers Simon Charrier. Dieser wird von Reportern verfolgt, nachdem sein Parteivorsitzender beim Sex mit einer minderjährigen, schwarzen Prostituierten gestorben ist und somit auch die Glaubwürdigkeit seiner auf Sitte und Moral pochenden Partei zerstört hat. Die Hochzeitspläne seiner Tochter kommen Charrier daher gelegen, er will diese medial inszenieren, um sich als Vertreter des traditionellen Familienbildes zu präsentieren. Andrea erzählt ihren standesbewussten Eltern, Laurents Vater sei ein Kulturattaché und die Mutter eine Hausfrau mit sechs Kindern.
Andrea ist mit ihren Eltern auf dem Weg nach St. Tropez, die Laurent und seine Eltern bei einem Abendessen kennenlernen wollen. Laurent will die Homosexualität von Renato und Albin verschleiern, da Andreas Eltern eine Heirat zwischen ihm und Andrea ansonsten wohl nie akzeptieren würden. Ihm zuliebe ist Renato bereit, eine konventionelle Familie zu spielen, und sie versuchen, ihre exaltiert eingerichtete Wohnung unauffälliger zu gestalten. Albin kann seine Homosexualität in seinem Auftreten allerdings kaum verbergen, weshalb er nach Meinung von Laurent und Renato möglichst nicht auf Andreas Eltern treffen sollte. Renato bittet Simone, die leibliche Mutter von Laurent, die beruflich Karriere gemacht und ihren Sohn 20 Jahre nicht mehr gesehen hat, die Rolle seiner Ehefrau bei dem Besuch der Charriers zu übernehmen. Albin fühlt sich zurückgesetzt und muss entdecken, dass Renato beinahe wieder von Simones Charme verführt wird. Es kommt zu mehreren Streitigkeiten, durch die die Beziehung von Renato und Albin gefährdet wird.
Als die Charriers schließlich ankommen und Simone noch nicht erschienen ist, verkleidet sich Albin als Frau und spielt Laurents Mutter. Renato und Albin gelingt es zumindest teilweise, die Eltern von Andrea für sich einzunehmen – doch es kommt immer wieder zur Turbulenzen: Der Diener Jacob fällt durch sein unfeines Verhalten auf, das Geschirr bildet päderastische Szenerien aus dem alten Griechenland ab und die Charriers wundern sich, dass das angeblich so konservative Ehepaar über einem Nachtclub wohnt. Als Albin beinahe die Perücke vom Kopf fliegt, Simone als „zweite Mutter“ auftaucht und schließlich ein Haufen Dragqueens die Wohnung stürmt, kommen Andreas Eltern hinter das Geheimnis.
In der Zwischenzeit haben die Medien dank des bestechlichen Chauffeurs der Charriers von dem Besuch des Senators Wind bekommen. Charrier fürchtet das Ende seiner politischen Karriere, falls den Reportern ein Bild von ihm im Schwulenclub gelingen würde. Um unerkannt zu entkommen, lässt er sich von Albin zur Dragqueen umschminken und gelangt unentdeckt aus dem Gebäude. Schließlich kann die Hochzeit von Laurent und Andrea wie geplant stattfinden – nur gestört von dem Geräuschen von Albins Vorwürfen an Renato, als Simone unerwartet zur Zeremonie erscheint.
Fortsetzungen und Hollywood-Remake
- 1980: Noch ein Käfig voller Narren (OT: La Cage aux folles II)
- 1985: Ein Käfig voller Narren – Jetzt wird geheiratet (OT: La Cage aux folles 3 – 'Elles' se marient)
- 1996 drehte Mike Nichols in den USA eine Neuverfilmung unter dem Titel The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel (Originaltitel: The Birdcage).
Weitere Filme von Édouard Molinaro (* 13. Mai 1928 in Bordeaux; † 7. Dezember 2013 in Paris) war ein französischer Regisseur und Drehbuchautor.
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Die Filzlaus
Die Filzlaus (Originaltitel: L’Emmerdeur zu deutsch: Die Nervensäge) ist eine französisch-italienische Filmkomödie von Édouard Molinaro mit Lino Ventura und Jacques Brel. Ein Profikiller wird unfreiwillig zum Lebensretter für einen lebensmüden Ehemann. Das Drehbuch des Films basiert auf dem von Francis Veber verfassten Theaterstück Le contrat. Das Stück wurde im September 1970 in Paris uraufgeführt und war auch bei seiner Neuaufnahme 2005 ein großer Publikumserfolg. In der DDR lief der Film unter dem Titel Die Klette. Kinopremiere in Frankreich war am 20. September 1973. In Deutschland kam der Film am 22. Februar 1974 erstmals in die Kinos.
| Deutscher Titel | Die Filzlaus |
| Originaltitel | L’Emmerdeur |
| Produktionsland | Frankreich, Italien |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 1973 |
| Länge | 80 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Regie | Édouard Molinaro |
| Drehbuch | Francis Veber |
| Produktion | Alexandre Mnouchkine Georges Dancigers Robert Amon |
| Musik | Jacques Brel François Rauber |
| Kamera | Raoul Coutard |
| Schnitt | Monique Isnardon Robert Isnardon |
| Besetzung | |
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Louis Randoni liegt eines Morgens im Bett. Als der Hausmeister Randonis falsch geparktes Auto zur Seite fahren will, explodiert eine Autobombe, der Mann kommt ums Leben. Randoni will demnächst in einem Prozess in Montpellier eine Aussage von enormer politischer Brisanz machen. Er steht nach dem Attentatsversuch unter verstärktem Polizeischutz. Nun wird von den unbekannten Hintermännern der Profikiller Ralph Milan engagiert. Nachdem er den ersten Attentäter beseitigt hat, quartiert er sich in Montpellier in einem Hotel gegenüber dem schwer gesicherten Justizpalast ein. Von dort aus will er mit einem Scharfschützengewehr den Auftrag erledigen. Milans Vorbereitungen werden allerdings behindert durch den Selbstmordversuch seines Zimmernachbarn, des lebensmüden Hemdenvertreters Pignon, der sich im Badezimmer aufhängen wollte. Seine Frau hat ihn verlassen und lebt jetzt bei dem Psychiater Fuchs in Montpellier. Um Aufsehen zu vermeiden und die Polizei fernzuhalten, beschließt der eher wortkarge und mürrische Einzelgänger Milan, sich um den verzweifelten und pausenlos quasselnden Pignon zu kümmern. Der dankbare Pignon bekennt dem dafür allerdings wenig empfänglichen Killer seine Zuneigung. Es findet ein Rollentausch statt; binnen weniger hektischer Stunden wird aus dem professionellen Verfolger ein Verfolgter. Nachdem Pignon bei einem ersten Zusammentreffen von seiner Exfrau zurückgewiesen worden ist, hat er wiederum einen depressiven Schub und steht plötzlich auf dem Außensims des Hotels, was von der Menschenmenge vor dem Justizpalast bemerkt wird. Bei seiner erneuten Rettung kommt Milan selbst in Lebensgefahr und fällt auf einen Balkon des unteren Stockwerks. Nach der Rückkehr ins Zimmer ist er völlig apathisch. Fuchs taucht im Hotel auf, hält Milan für Pignon und verabreicht ihm eine Beruhigungsspritze. Pignon ist dabei und gibt sich nicht zu erkennen, um vom Nebenbuhler Näheres über seine Frau zu erfahren. In einer Kraftanstrengung macht sich der benommene Milan mit Pignon zu Fuchs’ Klinik auf und zwingt ihn, ihm ein Gegenmittel zu verabreichen, damit er in der Lage ist, seinen Auftrag zu erledigen. Der Vertreter und der Killer scheitern schließlich darin, ihre jeweilige „Aufgabe“ zu erfüllen. Pignon verzichtet zu Gunsten seines „Lebensretters“ sogar auf die zurückgewonnene Ehefrau, die doch Auslöser seines Selbstmordplans war. Nach Pignons starkem und Fuchs’ schwachem Auftritt in der Klinik hält sie nun den Arzt und nicht mehr Pignon für einen Versager. Milans geplantes Attentat scheitert. Im Kugelhagel der Polizei verwundet, versucht der Killer noch mit Pignon aus dem Hotel zu entkommen. Beiden bleibt ihre neugewonnene, seltsame Beziehung – bis hinein ins Gefängnis.
- Molinaro hat einen Kurzauftritt als Café-Besitzer/Barkeeper. Dabei hält er eine Schallplatte von Jacques Brel in Händen.
- Die deutsche Synchronisation von Rainer Brandt wird gelegentlich als „flapsig“ und „allzu schnoddrig“ bezeichnet (Zurhorst/Just). Sie bewegt sich zumindest stellenweise an der Grenze zum Albernen.
- Hollywood versuchte 1981 an den großen Erfolg des Originals anzuknüpfen. Metro-Goldwyn-Mayer ließ von Starregisseur Billy Wilder eine Neuverfilmung unter dem Titel Buddy Buddy erstellen, die Rollen von Lino Ventura und Jacques Brel spielten Walter Matthau und Jack Lemmon.
- Mit Richard Berry und Patrick Timsit in den Hauptrollen folgte 2008 unter dem Titel Der Killer und die Nervensäge ein weiteres Remake, bei dem Autor Francis Veber selbst die Regie übernahm.
- 2012 erschien ein indisches Remake mit dem Titel Bamboo.(EN)
Der italienisch-französische Film IL ROMPIBALLE … ROMPE ANCORA/Fantasia chez les ploucs mit Lino Ventura von 1971 wurde in Deutschland später unter dem Titel Die Filzlaus kehrt zurück vermarktet. Inhaltlich besteht jedoch kein Zusammenhang zum Film Die Filzlaus.
Weitere Filme von Édouard Molinaro (* 13. Mai 1928 in Bordeaux; † 7. Dezember 2013 in Paris) war ein französischer Regisseur und Drehbuchautor.
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Onkel Paul, die große Pflaume
Onkel Paul, die große Pflaume ist ein französisch-italienischer Spielfilm aus dem Jahre 1969. Unter der Regie von Édouard Molinaro nach dem Theaterstück Der Winterschläfer (Originaltitel: Hibernatus) von Jean Bernard-Luc spielt Louis de Funès einen Industriellen, der durch das Auftauchen eines lange verschollenen Verwandten seiner Frau seine Firma und den Familienfrieden bedroht sieht. Ein Wiederaufführungstitel war Louis taut auf; in der DDR war er unter dem Titel Der Winterschläfer zu sehen. Der Film startete am 6. März 1970 in den bundesdeutschen Kinos.
Französische Wissenschaftler finden den im arktischen Packeis eingeschlossenen Körper eines Menschen. Es gelingt ihnen, den etwa fünfundzwanzigjährigen Mann wieder zum Leben zu erwecken.
| Deutscher Titel | Onkel Paul, die große Pflaume auch: Louis taut auf DDR-Titel: Der Winterschläfer |
| Originaltitel | Hibernatus |
| Produktionsland | Frankreich, Italien |
| Originalsprache | Französisch Englisch Dänisch |
| Erscheinungsjahr | 1969 |
| Länge | 82 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Regie | Édouard Molinaro |
| Drehbuch | Jacques Vilfrid Jean Bernard-Luc Jean Halain Louis de Funès nach Jean Bernard-Luc (Vorlage) |
| Produktion | Alain Poiré |
| Musik | Georges Delerue |
| Kamera | Marcel Grignon Raymond Pierre Lemoigne |
| Schnitt | Monique Isnardon Robert Isnardon |
| Besetzung | |
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Auf einer Party, die Hubert de Tartas (in der deutschen Fassung: Paul de Tartas), Fabrikant von Verpackungsmaterial, zu Ehren der Verlobung seines Sohnes Didier mit Evelyne Crépin-Jaujard, Tochter eines Geschäftsfreundes, gibt, verfolgen die Gäste gespannt die Berichte im Fernsehen.
Am nächsten Tag wird Hubert zu einem Termin ins Innenministerium gebeten. Während er eigentlich die Verleihung des lang ersehnten Kreuzes der Ehrenlegion erwartet, wird ihm vom Generalsekretär eröffnet, dass der Wiedererweckte der Großvater seiner Frau sei. Tartas ist alles andere als begeistert, fürchtet er doch Verwicklungen für seine Familie und besonders für seine Firma, der durch die Heirat seines Sohnes eigentlich neue Geschäftsperspektiven eröffnet werden sollen. Weil die Firma aber im Grunde seiner Frau Edmée gehört, ahnt Hubert, dass das Auftauchen eines weiteren Familienmitgliedes seine Stellung als Geschäftsführer gefährden könnte, als der er bisher weitestgehend schalten und walten konnte, wie er wollte, da seine Frau sich um die geschäftlichen Belange nicht kümmert.
So schlägt er sich auch bei einem Gespräch mit Professor Loriebat, der das Experiment leitet, auf dessen Seite, als der den Wiedererweckten für sich und die Wissenschaft reklamiert. Edmée aber möchte ihren Großvater Paul Fournier im Schoße der Familie wissen. Als sie jedoch stur bleibt und ihrem Mann sowohl das eheliche Bett als auch die Entscheidungsgewalt in der Firma entzieht, ändert er seine Meinung und will den Ahnen nun unbedingt in die Familie holen.
Da Loriebat sich weigert und auch die französische Regierung auf seiner Seite weiß, entschließen sich Hubert und Edmée, den Großvater mit Hilfe eines Psychologen aus Loriebats Stab zu entführen. Nach einer wilden Verfolgungsjagd, in deren Verlauf der Professor betäubt und mit dem Wiedererweckten ausgetauscht wird, verstecken sie sich in einem Kloster, wo sich Loriebat schließlich geschlagen geben muss, da Paul Fournier erwacht ist und seine Enkelin für seine Mutter hält.
Weil Fournier aber von den Ereignissen um seine Erweckung nichts weiß und weiterhin denkt, er befinde sich im Jahre 1905, muss für ihn, auch um ihm einen psychischen Zusammenbruch zu ersparen, eine dementsprechende Umgebung geschaffen werden. So wird die Tartassche Villa, die gerade für viel Geld im modernen Stil umgestaltet wurde, wieder in die Gründerzeit versetzt und auch das umgebende Stadtviertel entsprechend verändert. Moderne Fortbewegungsmittel werden durch Kutschen oder frühe Automobilmodelle ersetzt, die Bewohner des Viertels in historische Kleidung gesteckt und aktuelle Zeitungen gegen passende Exemplare ausgetauscht.
Die Maskerade funktioniert zunächst perfekt, allerdings wird Hubert schon bei seiner ersten Begegnung mit Fournier von diesem aus dem Hause gejagt, da er ihn für seinen Vater hält, der damals seine Frau betrogen hatte. So wird für Hubert eine neue Identität als Verehrer von Fourniers „Mama“ gefunden, in der er das Haus wieder betreten und sich seiner Frau nähern kann.
Unter den strengen Augen von Fournier klappt dies leidlich gut, setzt Hubert allerdings arg unter Druck, da er sich in seinem eigenen Haus nicht so bewegen kann, wie er will, und er feststellen muss, dass Fournier die Geschicke der Familie in Gänze allein steuern will. Als sich dann noch herausstellt, dass Sohn Didier, der als junger Student in Untermiete ausgegeben wird, seine Verlobte gar nicht liebt, sondern dem Zimmermädchen Sophie nachstellt und zu allem Überfluss sich der Großvater seiner Frau auch noch in Evelyne verliebt hat, rastet Hubert aus. Er überfällt Fournier mit der Wahrheit über seinen vermeintlichen Reitunfall und überschüttet ihn mit den Einzelheiten der gesellschaftlichen und technischen Entwicklung seit 1905.
Als der eintreffende Loriebat und Edmée ihn stoppen wollen, flüchtet Hubert. Der konsternierte Fournier weiß zunächst nicht, ob er das alles glauben soll, und hält eher den vermeintlichen Verehrer seiner Mutter für verrückt. Als er jedoch einen Schrank öffnet, erblickt er einen Fernseher, in dem er Ausschnitte aus einer Dokumentation über die Entwicklung der Fliegerei von den ersten Pioniertagen bis hin zur Concorde und zu militärischen Jets sieht. Unterstützt von Evelyne, nimmt er die Neuigkeiten jedoch gefasst und ruhig auf.
Schließlich heiraten er und Evelyne, als die Hochzeitsgesellschaft eine Nachricht von Hubert, der seit Tagen verschwunden ist, erreicht. Im Labor von Prof. Loriebat angekommen, müssen Edmée, Paul und die anderen feststellen, dass sich Hubert, offenbar wahnsinnig geworden, in der vereisten Kältekammer selbst in künstlichen Winterschlaf versetzt hat.
Wie bei vielen Filmen mit dem populären französischen Komiker wurde auch bei diesem Film bei der wiederholten Kino- und Fernsehauswertung in Deutschland häufig der Titel geändert. Alternativtitel sind:
- Der Familienschreck
- Die Giftnudel
- Louis taut auf
- Louis, der Giftzwerg
- Der Schläfer
- Der Winterschläfer
- Der Aufgetaute
Weitere Filme von Édouard Molinaro (* 13. Mai 1928 in Bordeaux; † 7. Dezember 2013 in Paris) war ein französischer Regisseur und Drehbuchautor.
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Jagd auf Männer
Jagd auf Männer (Originaltitel: La chasse à l’homme) ist eine französisch-italienische Filmkomödie von Édouard Molinaro aus dem Jahr 1964. Heiratswütige Damen betreiben ihre Jagd mit allen möglichen Mitteln und schrecken dabei nicht vor Zwang, Täuschung und Verlockung zurück. Die Männer enden entgegen ihrer Selbsteinschätzung alle als wehrloses Wild.
Der Film beginnt in der chaotischen Junggesellenwohnung der beiden Freunde Antoine und Julien. Antoine will heute heiraten. Bei den letzten Vorbereitungen wird er durch dauernde Telefonanrufe von seiner Braut Gisèle und einer aufdringlichen Ex-Freundin, die ihm mit Suizid droht, gestört. Julien versucht als überzeugter Gegner der Ehe Antoine mit sarkastischen Bemerkungen von seinen Hochzeitsplänen abzubringen.
| Deutscher Titel | Jagd auf Männer |
| Originaltitel | La Chasse à l’homme |
| Produktionsland | Frankreich, Italien |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 1964 |
| Länge | 91 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Regie | Édouard Molinaro |
| Drehbuch | Michel Audiard Michel Duran Yvon Guézel France Roche Albert Simonin |
| Produktion | Robert Amon |
| Musik | Michel Magne Giorgos Zambetas |
| Kamera | Andréas Winding |
| Schnitt | Monique Isnardon Robert Isnardon |
| Besetzung | |
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Die Freunde beschließen, im Bistro gegenüber noch schnell zu frühstücken. Dabei kommen sie mit dem Bistrobesitzer Fernand ins Gespräch. Fernand schildert seinen Gästen ausführlich, wie er sich bis vor kurzem noch als Kleinkrimineller und Zuhälter betätigte und dass er nur durch seine Heirat von der schiefen Bahn abgekommen sei. Er schließt damit, dass er jetzt endlich eine gesicherte Existenz habe und der glücklichste Mensch auf Erden sei. Doch scheint es vielmehr, dass Fernand in Wirklichkeit als unterdrückter Ehemann in der Falle gelandet ist. Julien, seit kurzem wieder geschieden, beschreibt sodann wie die minderjährige Denise und ihr rabiater Vater ihn zur Ehe gezwungen haben.
Auf dem weiteren Weg zur Kirche beharrt Antoine darauf, dass er selbstverständlich nicht mit Fernand oder Julien zu vergleichen sei. Die Freunde sind sich uneinig, wer in diesem Spiel der Jäger und wer das Wild sei. Antoine schildert nun seine „reine Liebe“ zu Gisèle und wie er diese angeblich kennengelernt hat. Allerdings beginnt Julien gleich darauf, den wirklichen Ablauf dieses „Kennenlernens“ darzulegen. Dabei kommt heraus, dass Gisèle mit Hilfe ihrer Schwester Odette in minutiöser Planung Antoine in ihre Fänge getrieben hat. Dies alles verunsichert nun Antoine so sehr, dass sie im Streitgespräch eine Runde um die Kirche drehen und die gesamte Hochzeitsgesellschaft stehen lassen. Julien hat zudem einen Fluchtplan vorbereitet und Fahrkarten für eine Kreuzfahrt nach Griechenland gekauft. Ein drittes Ticket bekommt Fernand als „eine Möglichkeit, dem Paradies zu entfliehen“.
Die Reise scheint zunächst mit der Aussicht auf romantische Liebesabenteuer zu beginnen. Jedoch sorgen die junge Hochstaplerin Sandra und eine gealterte Millionärin für ständige Verwicklungen. Diese verliert im Lauf der Reise ihren jüngeren Begleiter. Während sie Interesse an Fernand zeigt, wird er auf ihren auffallenden Schmuck aufmerksam. Im Gespräch deutet sie an, ein berühmtes Hotel in der Pariser Rue de Provence besessen zu haben, die einst eine bekannte Bordelladresse war. Am Ende ist Fernand mit der Millionärin liiert; sie liefern sich aber schon bald mürrische Dialoge.
Zurück in Paris, heiratet Antoine Sandra: „Jetzt sind es keine 50.000 mehr, die sie mir klauen kann – aber alles, was ich verdiene. Und das ganz legal …“. Während der Hochzeitszeremonie werden ausgerechnet Julien und eine junge Dame aus der Hochzeitsgesellschaft aufeinander aufmerksam. Die „Liebe auf den ersten Blick“ trifft beide wie ein Donnerschlag und führt zum einzigen Happy End des Films.
Weitere Filme von Édouard Molinaro (* 13. Mai 1928 in Bordeaux; † 7. Dezember 2013 in Paris) war ein französischer Regisseur und Drehbuchautor.
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