Der Partyschreck

 Der Partyschreck ist eine US-amerikanische Filmkomödie von Blake Edwards aus dem Jahr 1968. 

Hrundi V. Bakshi, ein indischer Komparse, hat in Hollywood ein Engagement in einem Historienfilm bekommen. Er vermasselt jedoch Szene um Szene, entweder durch sein eigenmächtiges Spielen (ein Signaltrompeter, der einfach nicht totzukriegen ist) oder er vergisst einfach, seine Armbanduhr abzunehmen.

Deutscher TitelDer Partyschreck
OriginaltitelThe Party
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1968
Länge94 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
RegieBlake Edwards
DrehbuchBlake Edwards
ProduktionBlake Edwards
Ken Wales
MusikHenry Mancini
KameraLucien Ballard
SchnittEsther Stephenson
Besetzung
Peter Sellers: Hrundi V. Bakshi
Claudine Longet: Michele Monet
Marge Champion: Rosalind Dunphy
Al Checco: Bernard Stein
Denny Miller: Wyoming Bill Kelso
Buddy Lester: Davey Kane
Herbert Ellis: Regisseur
Steve Franken: Levinson, der Kellner
Linda Gaye Scott: Starlet
J. Edward McKinley: Fred Clutterbuck
Danielle De Metz: Stella D'Angelo

Zu guter Letzt sprengt er durch seine Tollpatschigkeit auch noch die gesamte Kulisse in die Luft, ehe die Kameras laufen.
Der Regisseur ist außer sich vor Wut und ruft den Produzenten Fred Clutterbuck an, um Hrundi auf die „schwarze Liste“ setzen zu lassen, damit dieser nie wieder in Hollywood arbeiten kann. Der Produzent notiert den Namen des Saboteurs und verlässt sein Büro. Seine Sekretärin erinnert er noch daran, die Einladungen für seine Party fertig zu machen; die Gästeliste liege auf dem Schreibtisch. Es stellt sich rasch heraus, dass er Hrundis Namen versehentlich auf der Gästeliste und nicht, wie angenommen, auf einer leeren Seite notiert hat. Nichtsahnend schickt die Sekretärin auch an Hrundi eine Einladung für die große Party im extravaganten Haus des Studiobosses in Beverly Hills.
Die Villa ist im modernsten Stil mit allen Raffinessen zeitgemäßer Technik gebaut und bietet für Hrundi viele „Fallen“. Bereits bei seiner Ankunft verliert er in einem künstlichen Bächlein einen seiner Schuhe, als er versucht, diesen zu reinigen. Mit seinen Bemühungen, den Schuh wiederzuerlangen, sorgt er für die ersten Irritationen bei Gästen und Hauspersonal.
Hrundi versucht dann, Anschluss bei den Gästen zu finden, was ihm aber nicht gelingt. Erst der Western-Schauspieler „Wyoming Bill“ Kelso, den Hrundi verehrt, gibt ihm ein Autogramm und bietet ihm die Gelegenheit zu erstem Smalltalk.
Dann macht sich Hrundi an den technischen Spielereien des Hauses zu schaffen: er gackert über die Gegensprechanlage und fährt zum Unmut der daran Sitzenden die mechanische Bar ein. Auch dem hauseigenen Papagei leistet er mit einer Fütterungseinlage Gesellschaft.
Dann trifft er auf das Starlet Michele, das vom Regisseur in die Szene eingeführt wird. Auf Anhieb schließen die beiden Freundschaft, werden jedoch immer wieder durch andere Personen auseinandergerissen.
Schließlich wird das Dinner serviert, das sehr turbulent verläuft, nicht nur weil einer der Kellner sturzbetrunken ist.
Nach dem Essen stellt der Regisseur Michele dem Publikum vor, indem er sie ein Lied singen lässt. Mittlerweile muss Hrundi dringend auf die Toilette, und weil das WC im Erdgeschoss permanent besetzt ist, sucht er eines im Obergeschoss. Dort kann er gerade noch verhindern, dass der Regisseur Michele gegen deren Willen zu nahe kommt. Als das Schlafzimmer frei ist und Hrundi Zugang zum angeschlossenen Badezimmer hat, wird ihm gleich die Toilette zum Verhängnis. Erst kann er die Spülung nicht mehr abstellen, dann fällt ihm ein Aquarell in den Spülkasten, der wegen seiner Reparaturversuche geöffnet ist. Als er versucht, das kostbare Bild zu reinigen, rollt er mit einem Ruck das gesamte Klopapier ab. Dieses entsorgt er im WC und verursacht damit eine Überflutung, da sich inzwischen die Spülung wieder selbständig gemacht hat. Um seiner Entdeckung zu entkommen, flieht er auf das Dach zum Innenhof, von welchem er gleich wieder abstürzt und im Pool landet.

Die Komödie zeichnet sich vor allem durch ein Feuerwerk von Slapsticks von Blake Edwards und seinem Freund Peter Sellers aus. Der Partyschreck war der erste Film, der parallel zur PANAVISION-Filmtechnik auch auf Video aufgenommen wurde. Die Technik dafür steckte 1968 noch so sehr in den Anfängen, dass sie in einen riesigen Truck eingebaut wurde, der auf einem Nachbargrundstück mit eigenem Starkstrom betrieben werden musste. Die Technik hielten Edwards und Sellers für notwendig, damit sie ihre improvisierten Gags sofort ansehen und weiterentwickeln konnten. Man hätte sonst zwei Tage warten müssen, bis das Filmmaterial entwickelt gewesen wäre.

 

 

 

Blake Edwards

(eigentlich William Blake Crump; * 26. Juli 1922 in Tulsa; † 15. Dezember 2010 in Santa Monica) war ein US-amerikanischer Filmregisseur und -produzent, Schauspieler und Drehbuchautor. Berühmt geworden ist er mit turbulenten Komödien, die sich durch zahlreiche Gags und Pointen auszeichneten.   International bekannt wurde er vor allem durch die Spielfilme der Pink-Panther-Reihe

 Filme von Blake Edwards:



 Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Text- undDatenquelle: Wikipedia

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