Bananas

Bananas ist der zweite Spielfilm nach Woody, der Unglücksrabe, bei dem Woody Allen Regie führte. Er entstand im Jahr 1971 und ist im Gegensatz zu späteren Woody-Allen-Werken dem Genre des Slapstick zuzuordnen und als reine Komödie angelegt.


Der Film beginnt mit einer Live-Berichterstattung aus dem fiktiven diktatorischen lateinamerikanischen Staat San Marcos. Dort wird der amtierende Präsident ermordet und durch den Militärmachthaber Vargas ersetzt.
Der neurotische US-amerikanische Produkttester Fielding Mellish lebt in New York ein einsames Leben. Versuche, eine Lebenspartnerin zu finden, scheitern. Als er der Studentin Nancy, die als politische Aktivistin die Rebellion in San Marcos unterstützt, begegnet, verliebt er sich sofort in sie. Beide beginnen eine neurotische und unglückliche Beziehung. Von Nancy verlassen, geht Fielding selber nach San Marcos. Dort versucht das Regime ihn im Rahmen einer False-Flag-Operation zu ermorden und die Tat den Rebellen in die Schuhe zu schieben. Fielding wird durch die Rebellen gerettet und schließt sich ihnen notgedrungen an. Die Rebellen bereiten in einem Dschungelcamp die Revolution vor. Nach dem Sieg der Rebellen wird der Rebellenchef Präsident. Da er sich jedoch als verrückt herausstellt, beschließt die Rebellengruppe, Fielding zum Präsidenten zu ernennen.

 

Deutscher TitelBananas
OriginaltitelBananas
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1971
Länge78 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
RegieWoody Allen
DrehbuchWoody Allen,
Mickey Rose
ProduktionCharles H. Joffe,
Jack Grossberg
MusikMarvin Hamlisch
KameraAndrew M. Costikyan
SchnittRon Kalish
Besetzung
  • Woody Allen: Fielding Mellish
  • Louise Lasser: Nancy
  • Carlos Montalbán: General Emilio Molina Vargas
  • Natividad Abascal: Yolanda
  • Jacobo Morales: Esposito
  • Miguel Ángel Suárez: Luis
  • David Ortiz: Sanchez
  • Jack Axelrod: Arroyo
  • Charlotte Rae: Mrs. Mellish
  • Stanley Ackerman: Dr. Mellish
  • Dan Frazer: Priester
  • Allen Garfield: Mann am Kreuz
  • Sylvester Stallone: Schläger in U-Bahn
  • Howard Cosell: als er selbst
  • Dorothi Fox: J. Edgar Hoover

 

Als Staatschef sieht er sich mit der katastrophalen wirtschaftlichen Situation seines armen Agrarstaats konfrontiert. Der Ostblock verweigert Unterstützung, da er die Regierung für eine Marionettenregierung der USA hält. Die USA indes hält die neue Regierung für kommunistisch. Um Devisen für sein verarmtes Land zu bekommen, reist Fielding als Präsident zurück in die USA. Er versucht vergeblich, Finanziers aufzutreiben. Antikommunisten im Geheimdienst halten Fielding für einen Kommunisten und initiieren einen Schauprozess. Fielding wird als subversiver Kommunist vor Gericht gestellt und auf Bewährung freigesprochen, verbunden mit der Auflage, nicht in die Nachbarschaft des Richters zu ziehen. Während der Verhandlung muss er sich selbst verteidigen. Wieder auf freiem Fuß macht er Nancy einen Heiratsantrag, den diese annimmt. Der Vollzug der Ehe findet in einem Hotelzimmer in Gegenwart von Fans statt und wird von Howard Cosell kommentiert.


  • Sylvester Stallone hat in Bananas eine kleine Nebenrolle. Er spielt in einer kurzen Szene einen Schläger, der Fielding Mellish in der U-Bahn verprügeln will.
  • Louise Lasser, die die Nancy spielt, war im wirklichen Leben die zweite Ehefrau von Woody Allen.
  • Woody Allen bezeichnete den Film in einem Interview mit dem Filmjournalisten und Regisseur Stig Björkman als Cartoon, da es keine wirklichen Toten gebe und ein Witz auf den nächsten folge.
  • Der für den Schnitt zuständige Ron Kalish war auch am Schnitt von Woody, der Unglücksrabe und Die letzte Nacht des Boris Gruschenko beteiligt.
  • Der Titel „Bananas“ ist ein Wortspiel. Das Wort steht im US-amerikanischen Slang einerseits für „bekloppt“, andererseits ist der Titel auch eine Anspielung auf eine „Bananenrepublik“.


Weitere  Filme von Woody Allen  :

A Rainy Day in New YorkManhattan
AliceManhattan Murder Mystery
BananasMelinda und Melinda
Broadway Danny RoseMidnight in Paris
Bullets Over BroadwayPlötzlich Gigolo
Café SocietyRadio Days
Der Schläfer (Originaltitel: Sleeper)Rifkin’s Festival
Der Stadtneurotiker (Originaltitel: Annie Hall)Schatten und Nebel
Die letzte Nacht des Boris GruschenkoSchmalspurganoven
Ehemänner und EhefrauenScoop – Der Knüller
Ein ganz normaler HochzeitstagStardust Memories
Geliebte AphroditeSweet and Lowdown
Hannah und ihre SchwesternThe Purple Rose of Cairo
Harry außer sichVerbrechen und andere Kleinigkeiten
Hollywood EndingVicky Cristina Barcelona
Ich sehe den Mann deiner TräumeWas gibt’s Neues, Pussy? (Originaltitel: What’s Ne...
Im Bann des Jade SkorpionsWas Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber ...
Irrational ManWhat’s Up, Tiger Lily?
Mach’s noch einmal, Sam (Originaltitel: Play it ag...Whatever Works – Liebe sich wer kann
Magic in the MoonlightWoody, der Unglücksrabe (Originaltitel: Take the M...
















Woody Allen zu Beginn der 1970er Jahre


Bild: Allen zu Beginn der 1970er Jahre Von Jerry Kupcinet - photographer - eBay, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52490389

Textlizenz: Creative-Commons-Lizenz Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (abgekürzt CC-by-sa-3.0), der ebenfalls unter http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode eingesehen werden kann.  Quelle: Wikipedia

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Woody, der Unglücksrabe (Originaltitel: Take the Money and Run)

Woody, der Unglücksrabe (Originaltitel: Take the Money and Run) ist ein amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1969. Der Film ist eines der ersten Mockumentaries der Spielfilmgeschichte, eine Slapstick-Komödie, die in Form einer Dokumentation aufgebaut ist.

Deutscher TitelWoody, der Unglücksrabe
OriginaltitelTake the Money and Run
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1969
Länge85 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieWoody Allen
DrehbuchWoody Allen, Mickey Rose
ProduktionCharles H. Joffe
MusikMarvin Hamlisch
KameraLester Shorr
SchnittPaul Jordon
Besetzung
  • Woody Allen: Virgil Starkwell
  • Janet Margolin: Louise
  • Marcel Hillaire: Fritz
  • Jacquelyn Hyde: Miss Blair
  • Lonny Chapman: Gefangener Jake
  • Jan Merlin: Bankräuber Al
  • James Anderson: Wachmann
  • Dan Frazer: Julius Epstein

Im Mittelpunkt steht die verbrecherische Karriere des Kriminellen Virgil Starkwell. Hineingeboren in ein Umfeld der Armut, muss er sich schon früh mit den Schwierigkeiten des Unterschichtmilieus auseinandersetzen. Ein ums andere Mal wird seine Brille zertreten, später auch das geliebte Cello zerstört. Deshalb beschließt er, sich einfach zu nehmen, was er will. Es wird freilich rasch klar, dass Virgil zwar voll krimineller Energie steckt, die Umsetzung seiner dreisten Pläne aber immer wieder an seinem tollpatschigen Wesen scheitert. Nach mehreren Gefängnisausbrüchen und Versuchen der Besserung wird er zu 800 Jahren Haft verurteilt. Virgil hofft, dass er bei guter Führung davon nur die Hälfte absitzen muss. Nichtsdestotrotz ist sein nächster Ausbruch bereits in Planung.





Weitere  Filme von Woody Allen  :

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Woody Allen zu Beginn der 1970er Jahre


Bild: Allen zu Beginn der 1970er Jahre Von Jerry Kupcinet - photographer - eBay, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52490389

Textlizenz: Creative-Commons-Lizenz Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (abgekürzt CC-by-sa-3.0), der ebenfalls unter http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode eingesehen werden kann.  Quelle: Wikipedia

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What’s Up, Tiger Lily?

What’s Up, Tiger Lily? [wʌts ʌp ˌtaɪgər ˈlɪli] ist eine Filmkomödie aus dem Jahr 1966, mit der Woody Allen sein Debüt als Regisseur gab. Der Film besteht aus neu zusammengesetzten Szenen des vom japanischen Regisseur Senkichi Taniguchi gedrehten Films Kokusai himitsu keisatsu: Kagi No Kagi. Allen hat diese Methode der Filmbearbeitung und -veränderung als erster Regisseur angewandt und durch einen neuen Text die Handlung mit parodistischen Elementen versehen. In der entstandenen Kriminalkomödie wird ein Agent mit der Beschaffung eines geheimen Eiersalatrezepts beauftragt, dessen Inhaber die Herrschaft über den gesamten Planeten erlangt. Bei der Ausführung des Auftrages wird der Agent jedoch mit zahlreichen Widersachern konfrontiert.

Deutscher TitelWoody Allen’s What’s Up, Tiger Lily?
OriginaltitelWhat’s Up, Tiger Lily?
ProduktionslandJapan, USA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1966
LängeKinoversion: 87 Minuten
VHS PAL: 79 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieSenkichi Taniguchi,
Woody Allen (US-amerikanische Neusynchronisation)
DrehbuchWoody Allen,
Julie Bennett,
Louise Lasser,
Len Maxwell,
Mickey Rose,
Frank Buxton,
Bryan Wilson
ProduktionCharles Joffe
MusikJack Lewis,
The Lovin’ Spoonful,
Fred Weinberg
KameraKazuo Yamada
SchnittRichard Krown
Besetzung
  • Tatsuya Mihashi: Agent Phil Moskowitz
  • Akiko Wakabayashi: Suki Yaki
  • Mie Hama: Teri Yaki
  • Tadao Nakamaru: Shepherd Wong
  • John Sebastian: Er selbst (Musiker)
  • Susumu Kurobe: Wing Fat
  • Sachio Sakai: Hoodlum
  • Eisei Amamoto: Cobra Man
  • Osman Yusuf: Glücksspieler
  • Woody Allen: Gastgeber

Zu Beginn des Films sieht der Zuschauer einige Kampfszenen des unveränderten Originalmaterials. Danach erfährt man vom Regisseur Woody Allen persönlich, wie aus diesen Szenen ein neuer Film entstanden ist.[1] Dieser wird im Anschluss an die Einführung abgespielt:
Der Geheimagent Phil Moskowitz wird auf eine Mission zur Rettung der Welt geschickt. Er muss das geheime Rezept für einen Eiersalat finden, von dessen Besitz die Herrschaft über die Welt abhängt. Es liegt jedoch ein Fluch auf dem Rezept, wer den Eiersalat zubereitet und anschließend verspeist, den ereilt ein plötzlicher Tod.
Auf Phil Moskowitz’ Reise tauchen viele Probleme und Widersacher auf, hinzu kommt seine eigene Ungeschicklichkeit, die die Suche nach dem Rezept erschwert. Zu seinen Gegenspielern gehören unter anderem die attraktive Suki Yaki, die anfänglich versucht den Auftrag des Agenten mit ihren Verführungskünsten zum Scheitern zu bringen. Nach einem Sinneswandel macht sie sich jedoch zusammen mit Phil Moskowitz auf die Suche nach dem geheimen Rezept. Sukis Schwester Teri Yaki kommt den beiden genauso zu Hilfe wie der Gangster Wing Fat. Später stellt sich heraus, dass Fat das Rezept selbst behalten möchte, um es für seine eigenen Zwecke zu missbrauchen. Die Suche führt die Gruppe schließlich zu Shepherd Wong, einem berühmten und gefährlichen Bandenboss, der im Besitz des Rezepts für den besten Eiersalat der Welt ist.
Nach endlosen Witzen über asiatische Stereotypen und Wortspielen endet die Farce schließlich mit Playmate China Lee, die für Woody Allen strippt, während dieser auf einer Couch liegt und geräuschvoll einen Apfel isst. Das ungewöhnliche Ende des Films hat mit dem bisherigen Geschehen nichts gemein. Allen, der hier wieder in seine Rolle als Erzähler schlüpft, erklärt dem Publikum, dass er der Schönheit eine Rolle in dem Film versprochen hat.
Zuletzt erlaubt sich Woody Allen noch einen kleinen Scherz mit den Zuschauern. Während des Striptease läuft auf der rechten Bildhälfte der Abspann. Am Ende ist folgender Satz zu lesen:
 „If you read this, instead of watching the girl, you should either see an optician or talk to a psychiatrist.“
 „Wenn Sie diesen Text lesen, anstatt dem Mädchen zuzusehen, sollten Sie entweder zu Ihrem Optiker gehen oder mit einem Psychiater sprechen.“
– DVD What’s Up, Tiger Lily?





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Woody Allen zu Beginn der 1970er Jahre


Bild: Allen zu Beginn der 1970er Jahre Von Jerry Kupcinet - photographer - eBay, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52490389

Textlizenz: Creative-Commons-Lizenz Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (abgekürzt CC-by-sa-3.0), der ebenfalls unter http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode eingesehen werden kann.  Quelle: Wikipedia

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