Die Reifeprüfung

Die Reifeprüfung (Originaltitel The Graduate) ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Mike Nichols aus dem Jahr 1967, der auf dem gleichnamigen Roman von Charles Webb basiert. Er erzählt, wie der College-Absolvent Benjamin Braddock (Dustin Hoffman) nacheinander zwei „verbotene“ Beziehungen eingeht: zunächst die zu einer verheirateten Frau, dann die zu ihrer Tochter.

Deutscher TitelDie Reifeprüfung
OriginaltitelThe Graduate
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1967
Länge102 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieMike Nichols
DrehbuchCalder Willingham,
Buck Henry
ProduktionLawrence Turman
MusikDave Grusin,
Paul Simon
KameraRobert Surtees
SchnittSam O’Steen
Besetzung
Dustin Hoffman: Benjamin Braddock
Anne Bancroft: Mrs. Robinson
Katharine Ross: Elaine Robinson
Murray Hamilton: Mr. Robinson
William Daniels: Mr. Braddock
Elizabeth Wilson: Mrs. Braddock
Buck Henry: Hotel-Empfangschef
Norman Fell: Zimmervermieter
Brian Avery: Carl Smith
Walter Brooke: Mr. McGuire
Alice Ghostley: Mrs. Singleman
Marion Lorne: Miss DeWitte

 Kurz vor Vollendung seines 21. Lebensjahres und mit glänzendem College-Abschluss im Gepäck kehrt Benjamin Braddock ins Elternhaus nach Südkalifornien zurück. Was er in Zukunft zu tun gedenkt, weiß er noch nicht. Nicht zuletzt deshalb wäre es ihm lieber, allein gelassen statt auf „seiner“ Party den Freunden seiner Eltern vorgezeigt zu werden. Mrs. Robinson, die ohne ihren Mann, einem Geschäftspartner von Mr. Braddock, zugegen ist, bittet Benjamin, sie nach Hause zu fahren. Dort versucht sie, ihn zu verführen, wogegen er sich sträubt und was schließlich durch die verfrühte Rückkehr von Mr. Robinson vereitelt wird. Ironischerweise ist ausgerechnet er es, der Benjamin den Rat gibt, seine Jugend zu genießen und seine Anziehungskraft auf Frauen zu nutzen. Einige Tage später ringt sich Benjamin durch, auf Mrs. Robinsons Angebot einzugehen. Seine Unsicherheit überwindet er jedoch erst in dem Moment, als sie ihn fragt, ob es sein „erstes Mal“ sei und er Angst habe zu „versagen“. Die sich anschließende mehrwöchige Affäre zwischen beiden bleibt allerdings eine rein sexuelle. Benjamins erster Versuch, über ein Gespräch mehr Nähe zu schaffen, endet im Streit und beinahe im Zerwürfnis, ausgelöst dadurch, dass Mrs. Robinson darauf besteht, er solle versprechen, nie mit ihrer Tochter Elaine auszugehen.
Besorgt ob seiner Untätigkeit und seiner nächtlichen Ausflüge ist es aber genau das, worum Benjamins Eltern ihn wiederholt bitten – bis er nachgibt. Im Bestreben, Elaine das Zusammensein mit ihm ein für alle Mal zu verleiden, gibt er sich unnahbar und schleppt sie in ein Striplokal. Dabei geht er jedoch zu weit: Sie ist gedemütigt und bricht in Tränen aus. Er rechtfertigt sich, tröstet sie, küsst sie und verliebt sich. Noch am gleichen Abend gesteht er ihr, ein Verhältnis mit einer verheirateten Frau gehabt zu haben. Ihr für den Folgetag geplantes Treffen vereitelt Mrs. Robinson; sie droht Benjamin, Elaine notfalls mit der vollen Wahrheit zu konfrontieren. Kurz entschlossen kommt er ihr zuvor; freilich um den Preis, dass Elaine mit ihm bricht. Als sie bald darauf nach Berkeley zurückkehrt, um ihr Studium fortzusetzen, beschließt er, ihr zu folgen. Elaine wehrt ihn zunächst ab und flüchtet sich in die Arme eines anderen Verehrers – des Medizin-Studenten Carl Smith –, sucht Benjamin aber dann ihrerseits auf und erfährt, dass ihre Mutter sie belogen hat, als sie behauptete, von Benjamin vergewaltigt worden zu sein. Schnell nähern sich beide wieder an, Benjamin drängt sogar auf baldige Hochzeit.
Doch nun intervenieren die Robinsons mit vereinter Kraft, indem sie ihre Tochter kurzerhand mit Carl Smith verheiraten wollen. Elaine resigniert und hinterlässt Benjamin einen Abschiedsbrief. Im dramatischen Finale geht es für ihn darum, herauszufinden, wo diese Hochzeit stattfindet, und rechtzeitig da zu sein, um sie zu verhindern. Als er nach mehr als 12-stündiger Odyssee ankommt, ist die Ehe gerade geschlossen, das Paar küsst sich. Sein verzweifelter Auftritt auf der verglasten Kirchenempore verändert dennoch alles: Dem Es ist zu spät! ihrer Mutter setzt Elaine ihr Nicht für mich! entgegen und läuft auf Benjamins Seite über. Ein Holzkreuz dient als Waffe und als Riegel für die Kirchentür. Sie flüchten in einem Linienbus; während der Bus losfährt, verschwindet die Euphorie über die geglückte Flucht langsam von den beiden Gesichtern.

  •  Der Film spielte weltweit über 100 Millionen Dollar ein und brachte Mike Nichols 1968 den Oscar für die beste Regie ein. Daneben wurde er mit zahlreichen weiteren Preisen ausgezeichnet. Die Reifeprüfung wurde 1996 in das National Film Registry aufgenommen und landete 1998 bei der Wahl des American Film Institute zu den besten amerikanischen Filmen auf dem 7. Platz.
Deutscher TitelDie Reifeprüfung
OriginaltitelThe Graduate
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1967
Länge102 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieMike Nichols
DrehbuchCalder Willingham,
Buck Henry
ProduktionLawrence Turman
MusikDave Grusin,
Paul Simon
KameraRobert Surtees
SchnittSam O’Steen
Besetzung
Dustin Hoffman: Benjamin Braddock
Anne Bancroft: Mrs. Robinson
Katharine Ross: Elaine Robinson
Murray Hamilton: Mr. Robinson
William Daniels: Mr. Braddock
Elizabeth Wilson: Mrs. Braddock
Buck Henry: Hotel-Empfangschef
Norman Fell: Zimmervermieter
Brian Avery: Carl Smith
Walter Brooke: Mr. McGuire
Alice Ghostley: Mrs. Singleman
Marion Lorne: Miss DeWitte
  • Die Hotelszenen wurden im Ambassador Hotel in Los Angeles (Kalifornien) gedreht, in dem im Jahre 1968, weniger als sechs Monate nach der Premiere des Films, Robert F. Kennedy ermordet wurde. Das Hotel diente als Kulisse weiterer Filme wie z. B. für Die fabelhaften Baker Boys und Catch Me If You Can.Weitere Filme von  Mike Nichols
  •  Mike Nichols erhielt 1968 einen Oscar für die beste Regie. Nominiert war der Film außerdem in den Kategorien Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch (Calder Willingham und Buck Henry), Bester Hauptdarsteller (Dustin Hoffman), Beste Hauptdarstellerin (Anne Bancroft), Beste Kamera (Robert Surtees) und Beste Nebendarstellerin (Katharine Ross).
  • Den British Film Academy Award gewann der Film in den Kategorien Beste Regie, Bester Film, Bester Schnitt (Sam O’Steen), Bester Newcomer (Dustin Hoffman) und Bestes Drehbuch. Nominiert waren außerdem Anne Bancroft als Beste Hauptdarstellerin und Katharine Ross als Beste Newcomerin.
  • Neben fünf Golden Globes in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Beste Hauptdarstellerin“ (Anne Bancroft) und „Beste Nachwuchsdarsteller“ (Dustin Hoffman und Katharine Ross) erhielt der Film Preise der Gilden der Regisseure und Drehbuchautoren sowie den Regie-Preis des New York Film Critics Circle – einer Kritikervereinigung aus New York.
  • Hauptdarsteller Dustin Hoffman gewann 1969 den französischen Étoile de Cristal als bester ausländischer Darsteller.
  • 1996 erfolgte die Aufnahme in das National Film Registry.
  • 1998 landete er bei einer Wahl zum besten amerikanischen Film des American Film Institute auf dem 7. Platz.
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 Mike Nichols (* 6. November 1931 in Berlin als Michail Igor Peschkowsky; † 19. November 2014 in New York) war ein US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Schauspieler. Nichols zählt zu den wenigen Künstlern, die Emmy, Grammy, Oscar und Tony Award gewonnen haben.

 

 

 


Bild: Mike Nichols (2004)
Von Anthony salcedo - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30971922

 

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